Gemeinsam stärker für die Umwelt

Veröffentlicht am: 16.09.2021|Kategorien: Partnerorgas|13.3 Minuten Lesezeit|

In unserer Interviewreihe „Erfolgsgeschichten aus dem Natur- und Artenschutz“ stellen sich Partner:innen vor. Sie berichten von ihrer Organisation, der Arbeit und der Zusammenarbeit mit GoNature. Holger vom World Cleanup Day teilt heute seine GoNature-Geschichte und die Anfänge seiner Bewegung mit Dir.

Ein Interview mit Holger vom World Cleanup Day

Morgens um 10 Uhr in Neuseeland. Was klingt wie eine Knoppers-Werbung, ist eigentlich der Start des World Cleanup Day, der jährlich am 3. Samstag im September stattfindet. 24 Stunden lang geht er einmal um die Welt und endet schließlich auf Hawaii. Als Holger Holland von diesem World Cleanup Day hört, will er sich auch für das deutsche Format engagieren. Es gibt nur ein Problem: Es gibt bisher keine deutsche Initiative des World Cleanup Day. Der Informationstechnologe beschließt, dies zu ändern. 

Portraitfoto von Holger Holland vom World Cleanup Day

“Irgendwann muss es anfangen, sich zu ändern.”

Holger arbeitet als Dozent an der Akademie Mittelfranken und ist (Co-) Gründer von einer Vielzahl von Initiativen. Wie passt bei einem so vollen Terminkalender auch noch das Thema des Natur- und Artenschutzes rein? Holger erinnert sich:

“Angefangen hat es beim Wandern. Mir fiel auf, dass im Wald immer mehr Müll herumlag und ich begann mich zu fragen, wie wir verhindern können, dass das ganze Plastik in unseren Gewässern endet. Müll ist die neue Pandemie. Wir sind uns dessen noch nicht bewusst, doch langsam realisieren die Menschen, welches Erbe wir da hinterlassen.”

Wenig später hört Holger das erste Mal vom World Cleanup Day.

“Wir sind der Knotenpunkt.”

Aus diesem Grund engagiert sich Holger für den World Cleanup Day. Der Trägerverein sieht sich als Knotenpunkt, als Matching Point zwischen den Aktiven. Er verbindet Initiativen mit Bürger:innen, Schulen, Unternehmen, Kommunen und Städten und trägt so zur stetigen Entwicklung des Projektes bei.

“Irgendwann muss es anfangen, sich zu ändern. Und ja, das tut dann erstmal weh. Das sind Themen, wo die Politik auch Rahmenbedingungen setzen kann und muss. Ohne uns Bürger:innen ist das aber gar nicht möglich. Deswegen setzen wir einmal im Jahr ein Zeichen für Veränderung.”

Perspektivisch will die Organisation in jedem Bundesland vertreten sein. Um wirklich etwas zu erreichen, braucht es Vernetzung und Change Management, so Holger. Doch ohne eine Sache geht gar nichts:

“Die Motivation jedes/jeder Einzelnen! Change Management schafft man nur, wenn die Menschen etwas von sich aus tun wollen. Ohne Bier und Bratwurst in der Hand. Man muss sich das mal vorstellen: Menschen gehen am 18. September auf die Straße, um Müll zu sammeln. Ehrenamtlich, für unsere Umwelt. Wie faszinierend ist das denn?”

Vernetzung als Chance begreifen

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, braucht es Kooperationen, so Holger. Als er im Jahr 2020 für die Volunteer Awards nominiert wurde, hörte er erstmals von GoNature.de, das zu diesem Zeitpunkt gerade erst online ging. Holger zögerte gar nicht lang und ging direkt mit den Mitarbeitenden ins Gespräch. So kam es wenig später zur Zusammenarbeit, gemeinsame Interviews wurden veröffentlicht und der World Cleanup Day stellte sich auch auf GoNature vor. Holger sieht klare Vorteile in der Zusammenarbeit:

“Man ist viel stärker, wenn man sich gemeinsam für eine Sache engagiert, als alleine gegen Windmühlen zu kämpfen.  Nur durch Kooperationen kann man eine höhere Reichweite erhalten, nicht nur digital sondern auch in der realen Welt. Kooperationen sind Mittel zu Zweck, Vernetzung muss man als Chance begreifen. Ganz nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. So sind die Effekte noch größer, als wenn man nur lokal arbeitet.”

Durch die Präsenz auf GoNature, so ist sich Holger sicher, sind schon zahlreiche Menschen auf den World Cleanup Day aufmerksam geworden. Bisher hat eine Person die Organisation sogar direkt angeschrieben, um ihre Unterstützung anzubieten. Holger ist überzeugt von dem Konzept:

“GoNature ist eine Plattform, die uns ermöglicht, mit noch mehr Menschen in Kontakt zu treten. Sie erweitert unser eigenes Universum. Außerdem sind die Menschen, die dort arbeiten, einfach cool. Das macht die Zusammenarbeit nochmal schöner.”

Ehrenamtlich für die nächsten Generationen

Der World Cleanup Day und Let’s Do It! Germany e.V., der Verein hinter dem Projekt, suchen auf mehreren Ebenen ehrenamtliche Unterstützung. Bei Aktionstagen wie dem World Cleanup Day am 18. September 2021 hoffen sie auf ein breites bürger:innenschaftliches Engagement – also auf möglichst viele Menschen, die sich an den Cleanups in ganz Deutschland beteiligen. Für diese und auch weitere Aktionen sind jedoch auch jederzeit Teamleiter:innen gesucht, die Ansprechpersonen für die jeweiligen Bundesländer und Landkreise sind. Auch für die Kernorganisation und das Projektmanagement sind fleißige Hände jederzeit willkommen. 

“Am Schluss ist das unsere Erde. Wir müssen langfristig denken, nicht nur für die nächste Wahlperiode. Wir tun das für die nächsten Generationen.”

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Der World Cleanup Day sucht derzeit für vier Projekte auf GoNature.de Helfer:innen.

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