Hilf mit bei der Auswilderung der Bartgeier

Veröffentlicht am: 25.08.2021|Kategorien: Vögel schützen|5.5 Minuten Lesezeit|

Bartgeier wurden im 19. Jahrhundert in den Alpen ausgerottet. Seit den 80er-Jahren versuchen Naturschützer:innen sie wieder anzusiedeln. Im gesamten Alpenraum leben derzeit rund 300 von ihnen. Jetzt sollen sie nach 100 Jahren endlich wieder auch zurück nach Deutschland  kehren. Deshalb wurden in einem Projekt des bayerischen Naturschutzverband LBV die Bartgeier Wally und Bavaria im Nationalpark Berchtesgaden ausgewildert. 

Du suchst nach einem Faktencheck und möchtest wissen wie Du bei der Auswilderung helfen kannst? Die Antworten findest Du hier:

So kannst Du bei der Auswilderung der Bartgeier helfen

Die Bartgeier in den West- und Zentralalpen vermehren sich seit 1997 auch durch Freilandbruten wieder selbstständig. In den Ostalpen sind es allerdings noch zu wenig Tiere. 

Deswegen hat der LBV Zusammen mit dem Nationalpark Berchtesgaden im Juni 2021 zum ersten Mal Wally und Bavaria ausgewildert. Das Projekt soll voraussichtlich über zehn Jahre laufen. Ziel ist jährlich 3 bis 4 Jungvögel auszuwildern. Dabei braucht der LBV Deine Unterstützung!

Unterstützte die Auswilderung von Wally und Bavaria

Hilf mit beim Monitoring der beiden Bartgeier und verbringe wundervolle Tage auf der Halsalm!

Mehr zum Projekt

Das erwartet Dich bei Deinem Engagement 

Wally und Bavaria sind ausgeflogen und ziehen mittlerweile sogar gemeinsam ihre Kurven rund um die Halsalm. Doch die Betreuung hört ab dem Zeitpunkt des Ausflugs nicht auf. Für den LBV geht die schwierige Phase des Monitorings der beiden los.

Der LBV sucht tatkräftige Unterstützer:innen, die beim Monitoring von Wally und Bavaria aushelfen. Zu Deinen Aufgaben gehört die Beobachtung und deren Dokumentation. Zur Unterstützung solltest Du mindestens 3 Tage Zeit mitbringen. Dabei ist je nach Absprache eine Übernachtung auf der Halsalm möglich. Das heißt Du kannst nicht nur bei der Auswilderung mithelfen, sondern auch tolle Tage im freien und in der Natur verbringen.

Du kannst jetzt schon durch die Webcam des LBV einen Blick auf Wally und Bavaria werfen.

Der Bartgeier im Faktencheck

Der Bartgeier gehört zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Lange wurde er vom Menschen gefürchtet. Ihm wurde nachgesagt, Vieh, Wild und selbst kleine Kinder davonzutragen und zu töten. Der Mythos führte zu einer Verfolgung, weshalb er zu Beginn des 20. Jahrhundert im gesamten Alpenraum ausgerottet wurde.

Wie sieht der Bartgeier aus?

Der Bartgeier zählt mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,9 Metern  zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. Er ist neben dem etwa gleich großen Mönchsgeier der größte Greifvogel Europas. Seine Körperlänge misst 94 – 125 cm. Er erreicht ein Gewicht von 5 – 7 kg.

Charakteristisch für sein Erscheinungsbild sind der lange, keilförmige Schwanz und die gelb-rötlichen Brustfedern. Sowohl männliche als auch weibliche Bartgeier haben einen dunklen, borstenartigen Bart. Dieser ist auch ihr Namensgeber.

Was isst der Bartgeier?

Der Bartgeier ist ein reiner Aasfresser. Er ernährt sich zu 85% von den Knochen toter Tiere. Durch seine äußerst starke Magensäure ist die Verdauung der Knochen möglich. Tatsächlich hat der Bartgeier die stärkste Magensäure im Tierreich. Aufgrund der trockenen Nahrung muss er viel und häufig Wasser zu sich nehmen.

Wie pflanzen Bartgeier sich fort?

Bartgeier werden bis zu 50 Jahre alt. Sie sind jedoch erst nach 5 bis 7 Jahren geschlechtsreif. Eine erfolgreiche Brut findet in den meisten Fällen im Alter von 8 bis 9 Jahren statt. Ihre Paarungszeit ist im November und im Dezember.

Was bedroht den Bartgeier?

Der Bartgeier ist als Aasfresser auf tote Tiere angewiesen. Werden diese mit bleihaltiger Munition oder gar Giftködern erlegt, droht auch ihm die Vergiftung durch das im Tier enthaltene Gift.

Leider wird dem Bartgeier in manchen Gebieten trotz intensiver Schutz- und Aufklärungsarbeit immer noch illegal nachgestellt. Dies liegt mitunter an seinem schlechten Ruf als Nutztiere raubenden “Lämmergeier”.

Lust auf mehr Engagement?

Du möchtest Dich auch für andere bedrohte Vogelarten engagieren? Hier > findest Du einen Vogelschutz-Tipps von Dominik Eulberg. Oder Du möchtest auch andere Tiere schützen? Hier > findest Du einen Artikel rund um das Thema Fledermausschutz! 

Auf GoNature findest Du außerdem viele weitere Projekte rund um den Natur- und Artenschutz!

Das wundervolle Titelbild ist von Michael Wittman und das tolle Projektbild von Hansruedi Weyrich. Beide und noch weitere Bilder von Wally und Bavaria findest Du auf der Seite des LBV.

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