Wir brauchen eine umweltfreundliche und nachhaltige Umweltpolitik – ist doch klar oder? Aber wie werden Natur- und Klimaschutz zu politischen Prioritäten? Umweltaktivist*innen geben uns die Antwort darauf: Sie organisieren Demonstrationen, verbreiten Petitionen und betreiben Unmengen Öffentlichkeitsarbeit. Alexander Volk alias Gutmensch Alex ist einer dieser Umweltaktivist*innen. Auf Instagram und Youtube nimmt der Umweltinfluencer seine Follower*innen mit bei Demos, Clean Ups und vielem mehr. Wir durften Alex interviewen und möchten ihn Euch in diesem Post vorstellen.

8 Fragen mit Umweltaktivist Alex

1. Stell Dich gern erstmal kurz vor. Wer bist Du und was postest Du auf Deinen Social Media Kanälen?

„Hey zusammen, ich bin Alex, 27, gebürtig aus Tadschikistan und wohne im mega coolen Köln. Als Umweltaktivist mit sozialem Herz nutze ich Social Media, um die verschiedenen Möglichkeiten von Engagement auszuprobieren, darüber zu berichten und andere Leute zum Mitmachen zu animieren.“

2. Wo bist Du derzeit aktiv, wie engagierst Du Dich?

„Zusammen mit einigen weiteren Menschen haben wir den Verein Zero Waste Köln e.V. gegründet, um herauszufinden wie man als Stadt effektiv Ressourcenverschwendung minimieren kann. Dort bin ich im Vorstand aktiv. Ich unterstütze die Fridays For Future Bewegung mit Video/Foto/Grafik-Arbeit und bin seit ziemlich genau einem Jahr bei den Grünen in der Partei – mit denen ich aktuell auch für den Stadtrat kandidiere. Am 13.09.2020 sind hier Kommunalwahlen.“

3. Wie bist Du zum Umweltaktivismus gekommen?

„Es hat recht lange gedauert, bis ich von der Klimakrise mitbekommen habe (11. Klasse in der Schule, ca. 2011). Noch später habe ich erste Schritte dagegen unternommen, indem ich 2013 Vegetarier wurde. Aber so richtig aktiv wurde ich erst, als ich 2018 meinen Job gekündigt habe und meine Social Media-Präsenz gestartet habe, um herauszufinden, wie man die Welt ein Stück besser machen kann.“

4. Welche umweltpolitischen Themen liegen Dir besonders am Herzen? 

„Das wichtigste sollte die Klimagerechtigkeit sein: Dass die Länder, die am meisten für die Krise verantwortlich sind auch dafür haften – aktuell leiden nämlich am meisten die Regionen, die verhältnismäßig wenig Treibhausgase in die Luft bringen. Das heißt, dass wir endlich eine Regierung brauchen, die konsequent Erneuerbare Energien einsetzt. Die aufhört, unsere Steuergelder in Subventionen von klimaschädlichen Unternehmen und Branchen zu stecken und vernünftig investiert, um eine Kreislaufwirtschaft zu etablieren.“

@GutmenschAlex Umweltaktivist

5. Du engagierst Dich selbst parteipolitisch: Welche Rolle spielt Aktivismus Deiner Meinung nach in der Politik und Gesellschaft?

„Der Aktivismus ist ganz wichtig in der Demokratie und der Gesellschaft. Zum einen wird damit Arbeit erledigt, die im politischen Alltag auf der Strecke bleibt, woran sich etwas ändern muss. Zum anderen wird so immer wieder der Fokus auf die Punkte gesetzt, die aktuell schief laufen. Es ist außerdem ein super einfacher Weg, um selber aktiv zu sein und mitzumischen. Teilweise fungiert der Aktivismus ja auch als Einstieg in die Politik, wie bei mir.“

6. Welche Bedeutung hat Social Media für politischen Aktivismus?

„Social Media ist ein Brandbeschleuniger von politischem Aktivismus. Die Möglichkeiten, die wir haben, um uns über weite Distanz zu vernetzen und zu mobilisieren, uns fortzubilden und aufzuklären waren noch nie so gut und sind aktuell nur dank Social Media möglich.“

7. Welche Tipps hast Du für Menschen da draußen, die sich gern umweltaktivistisch engagieren wollen?

„Sich Gruppen anzuschließen, die schon existieren ist wohl der einfachste Weg aktiv zu werden. Bei fridaysforfuture.de findet man alle Ortsgruppen, die Grünen sind auch überall, aber auch die ganzen Umweltorganisationen wie Nabu, BUND, Greenpeace sind dafür gute Anlaufstellen. Einfach vorbeischauen und sich zu informieren ist immer gern gesehen. Wenn man erstmal alleine aktiv werden möchte, gibt es zahlreiche gute Dokus, die man sich ansehen kann, z.B. Before The Flood, Dominion, Ungleichland. Außerdem gibt es viele Wege, wie man das eigene Leben etwas nachhaltiger gestalten kann: durch z.B. Ernährungsumstellung oder bewussten (Nicht-)Konsum.“

8. Welche konkreten Initiativen oder Organisationen im Umwelt- und Naturschutz empfiehlst Du in Köln und Berlin?

„Fridays For FutureGreenpeaceBUND und Extinction Rebellion finde ich sehr sympathisch. Je nachdem wo man seinen Fokus setzen möchte gibt es auch Vereine mit spezifischeren Zielen, Zero Waste Köln e.V. und der Zero Waste e.V. in Berlin sind zum Beispiel für Konsumkritik und eine Umgestaltung der Stadt super. Bei all den vielen coolen Alternativen kommt leider die Partei manchmal etwas kurz. Deswegen würde ich an der Stelle auch nochmal stark daran appellieren, mal bei einer Partei vorbeizuschauen – am liebsten natürlich bei den Grünen, aber ihr wisst ja, ich bin da parteiisch :).“

@GutmenschAlex Umweltaktivist hält Plakat an Demonstration für Zero Waste

Warum solltest auch Du Dich als Umweltaktivist*in engagieren?

Mehr dazu liest Du hier in unserem Blogpost.

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