Wölfe in Deutschland: Fakten und Tipps

Veröffentlicht am: 30.04.2021|Kategorien: Sofort helfen|4.9 Minuten Lesezeit|

Wölfe müssen oft als Bösewicht in Fabeln herhalten, dabei haben sie auch richtig tolle Eigenschaften und der böse Wolf ist nur ein Mythos. Erfahre hier spannende Fakten zu Wölfen in Deutschland und wie Du Dich für sie engagieren kannst.

Wölfe stehen in Deutschland auf der Liste der geschützten Tiere. Oftmals gibt es aber Diskussionen, ob sie zur Jagd freigegeben werden sollen oder nicht. Ist der Wolf wirklich so böse, wie er oft dargestellt wird? Was solltest Du eigentlich sonst so über Wölfe in Deutschland wissen? Und wie kannst Du Dich für sie engagieren? Wir haben hier fünf spannende Fakten und außerdem Tipps für Dein Engagement gesammelt. 

Was gibt es Wissenswertes über Wölfe?

Wölfe müssen in Fabeln, Sagen und anderen Geschichten oft als Bösewicht herhalten und gelten auch sonst im Alltag meist als gefährlich. Dabei sind es nicht unbedingt wir, sondern eher die Wölfe die momentan in Gefahr sind. Lange Zeit waren sie in Deutschland sogar ausgerottet und kamen erst Ende der 1990er Jahre wieder zurück. Du möchtest mehr über die Tiere erfahren? Wir haben 5 spannende Fakten zu Wölfen in Deutschland:

1. Die Anzahl der Wölfe ist noch gering

Aktuell leben in Deutschland 128 Wolfsrudel, 35 Paare und 10 sesshafte Einzeltiere. Davon sind rund 275 Tiere ausgewachsen. Um den günstigen Erhaltungszustand zu erreichen, benötigt es allerdings 1000 erwachsene Tiere. 

Die meisten Wölfe sind in Deutschland in Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zu finden. Einzelne Wölfe siedeln sich mittlerweile aber auch wieder in anderen Bundesländern an.

 2. An jeder Ecker lauert die Gefahr für den Wolf

In Deutschland sind Wölfe vielen verschiedenen Gefahren ausgesetzt. Die drei schlimmsten Faktoren sind die fehlende Akzeptanz, der Straßenverkehr und die Anfütterung. 

Durch die fehlende Akzeptanz für Wölfe, werden sie oft getötet, obwohl dies nicht zwingend nötig ist. Auch die nötigen Schutzmaßnahmen werden oft nicht ergriffen und Wölfe eher verjagt als unterstützt. 

Der Straßenverkehr nimmt den Wölfen zum einen wichtigen Lebensraum, da eine Autobahn oder eine Schnellstraße nicht der perfekte Rückzugsort für ein Wolfsrudel ist, das lieber im Wald lebt. Außerdem sind Autos und Co eine häufige Todesursache der Tiere. Auch einer der ersten Wölfe hierzulande, der von Italien nach Deutschland gewandert war, kam auf diese Weise um. 

Die Anfütterung von Wölfen führt dazu, dass sie ihre Scheu verlieren und damit auch ihren Jagdinstinkt für Futter. Ein anderes Problem ist auch, dass durch die Nähe zum Menschen, der Wolf eher zu einem Angriff geneigt ist und sich dabei in die Schusslinie wirft.

3. Erste Wolfsgeburt in Freiheit geschah im Jahr 2000

Nachdem Wölfe rund 150 Jahre nicht in deutschland waren, nachdem sie ausgerottet wurden, fand im Jahr 2000 die erste Wolfsgeburt in Freiheit statt. die Wolfswelpen kamen auf einem Truppenübungsplatz in sachsen zur Welt. 

Ähnlich wie beim Hund schwankt die Größe eines Wurfes zwischen drei bis acht Welpen. Der Durchschnitt liegt bei fünf Wolfswelpen. Ab und an trägt eine Wölfin auch mal bis zu 12 Jungtiere aus.

4. Wolfsrudel gleicht einer Familie

Das Wolfsrudel ähnelt einer Familie. Es besteht aus einem Elternpaar und dessen Nachwuchs aus dem aktuellen und dem letzten Jahr. Ein Wolfspaar bleibt oft sein ganzes Leben zusammen. Werden die Jungtiere älter, verlassen sie das Revier ihrer Eltern und suchen sich ihr eigenes Gebiet. Wusstest Du außerdem, dass bei einem Wolfsrudel immer die schwächsten vorne laufen, damit sie nicht verloren gehen?

5. Der böse Wolf ist ein Mythos

Der Wolf ist böse und greift grundlos Menschen im Wald an? Nein! Heutzutage muss man als Mensch keine Angst vor grundlosen Wolfsangriffen haben. Der Mythos geht vermutlich auf die Zeit zurück, in der Tollwut weit verbreitet war und infizierte Tiere tatsächlich auf Menschen losgingen. Tollwut lässt die Wölfe und andere Tiere aggressiver werden und ihre Scheu verlieren. Sie werden wild und greifen wahllos an. Ein gesunder Wolf verhält sich allerdings eher ruhig und greift Menschen nicht grundlos an.

Wie kannst Du Dich für Wölfe in Deutschland engagieren?

Wölfe brauchen unsere Hilfe. Du hast Deine Liebe zum Wolf entdeckt oder möchtest einfach, dass sich der Bestand in Ruhe erholen kann? Wir zeigen Dir, wie Du Dich engagieren kannst:

Unterstütze Petitionen

Jäger und Nutztier-Besitzer fordern immer wieder, Wölfe schießen zu dürfen. Dies bedeutet allerdings eine weitere Gefahr für die Tiere. Einige Organisationen und Gruppen setzen sich jetzt schon dagegen ein und fordern in Petitionen einen besseren Schutz! Gemeinsam können wir mehr erreichen. Schließe Dich jetzt den Petitionen an und setze dich so für die Wölfe ein. 

Mit dem Menschen! – Für den Wolf setzt sich für den Schutz der Wölfe in Niedersachsen und Deutschland ein und fordert bessere Maßnahmen und keine Schusserlaubnis. 

Der Wolf gehört zu Deutschland fordert eine hysteriefreie Aufklärung über Wölfe und wolfsfreundlichere Politik, die dem Schutz der Tiere und einer Erholung des Bestandes dient.

Gegen des Abschuss der Wölfe wehrt sich gegen den Abschuss der Wölfe und einen Ausschluss aus dem Jagdgesetz.

Informiere Andere

Um den Mythos des bösen Wolfs aus der Welt zu schaffen und außerdem auf die Gefahr für die Wölfe hinzuweisen, ist es wichtig andere mit ins Boot zu holen. Erzähle deshalb Deinen Freund:innen und Deiner Familie von den positiven Fakten über Wölfe. Mache auch darauf aufmerksam, dass Wölfe unsere Hilfe brauchen, um sich zu erholen. Neben Deinem privaten Umfeld kannst Du natürlich auch auf Social Media aktiv werden.

Wie Du in der Stadt auch noch anderen Wildtieren helfen kannst, erfährst Du in >hier.

Lust auf noch mehr Natur- und Artenschutz?

Auf GoNature findest Du viele tolle Projekte zum Natur- und Artenschutz. Du hast zum Beispiel Lust Tieren zu helfen, die Stadt zu begrünen, Müll den Kampf anzusagen oder dich für Wald und Wiese einzusetzen? Dann schau vorbei!

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