Wir alle essen gerne mal außerhalb oder lassen unser Lieblingsessen liefern. Durch die COVID-19-Pandemie hat die Gastronomie ihren normalen Betrieb aber weitestgehend eingestellt. Viele Menschen nutzen deshalb Lieferdienste und To-Go-Angebote, um nicht vollständig auf ihr Lieblingsrestaurant verzichten zu müssen. Leider wächst dadurch aber die Belastung für Umwelt und Klima. Wie lässt sich der viele Müll bei Take-Away-Bestellungen vermeiden und welche umweltfreundlichen Alternativen gibt es? Wir haben Tipps für Dich zusammengestellt, wie Du nachhaltiger und ohne schlechtes Gewissen Essen bestellen kannst.

Wie kann ich nachhaltig Essen bestellen?

Du würdest gerne Essen bei Deinem Lieblingsrestaurant bestellen, aber damit Natur und Klima nicht belasten? Wir haben Tipps für dich gesammelt, wie du möglichst nachhaltig Essen bestellen oder Take-Aways abholen kannst: 

1. Achte auf die richtige Verpackung und Zero-Waste-Alternativen

Oftmals ist unser Essen in Unmengen von Plastik verpackt. Das sorgt nicht nur Zuhause für viel Verpackungsmüll: Beim Essen-To-Go landen die Tüten und Servietten häufig in der Natur statt im Mülleimer. Wir verraten euch vier Tipps für umweltfreundlichere Verpackungen:

Wenn  Dein Restaurant in der Nähe eine Abholung anbietet, kannst Du Deine eigenen Dosen oder Gläser mitnehmen und Verpackungen vollständig vermeiden. Nach dem Essen lässt sich die Dose einfach abspülen und kann direkt wiederverwendet werden. Um sicherzugehen, dass Du mit Deiner Dose kommen darfst, frag am besten direkt bei der Bestellung einfach nach.

Viele Restaurants bieten Mehrwegverpackungen an, die Du später zurück bringen kannst. Bitte bring die Sachen auch wieder zurück, denn wirklich nachhaltig sind solche Verpackungen meist erst nach der dritten bis fünften Benutzung. Übrigens: Manche Lieferdienste wie Holybowl oder Vytal verzichten auch vollständig auf Einwegverpackungen.

Einige Lieferdienste und Restaurants versuchen sich bereits an Pfandsystemen. Dabei erhältst du gegen einen bestimmten Pfandbetrag eine wiederverwendbare Verpackung, die Du beim nächsten Mal zurück geben kannst. Schau gerne auch beim großen Pfandnetzwerk Rebowl vorbei, um Dich über deren Pfandsystem zu informieren.

Du hast keine Möglichkeit der Abholung mit eigenen Boxen und es gibt auch keine Mehrwegverpackungen oder Pfandsysteme? Du kannst trotzdem etwas für die Umwelt tun. Recycelbare Verpackungen oder Papier sind klimafreundlicher hergestellt und in ihrer Entsorgung immer umweltschonender als Plastik. Schau bei Deiner Online-Bestellung nach, ob es Informationen zur Verpackung gibt oder frag einfach bei Deinem Restaurant nach.

 2. Nutze umweltschonende Transportmittel

Die Essenslieferung per Auto belastet leider oft unnötig stark das Klima. Achte bei Deiner Bestellung auf eine klimaschonende Alternative:

Das Restaurant ist ganz in Deiner Nähe? Verzichte auf einen Lieferservice und hole Deine Bestellung einfach selbst ab. Mit einem kleinen Spaziergang oder einer Radtour tust Du nicht nur der Natur etwas Gutes, sondern auch Dir selbst.

Du möchtest heute nicht mehr raus oder Dein Lieblingsrestaurant bietet keine Abholung an? Viele Lieferdienste bringen Dir Deine Mahlzeit mit dem Fahrrad und vermeiden so CO2-Ausstoß. So kannst Du ganz bequem zuhause bleiben und die Natur wird trotzdem geschont. Für eine Essenslieferung mit dem Fahrrad kannst Du zum Beispiel bei Wolt bestellen.

Bei weiten Strecken lässt sich ein Auto oft nicht vermeiden. Um dennoch das Klima zu entlasten, kannst Du Lieferdienste wie beispielsweise Picnic wählen, die mit Elektroautos fahren. 

Allgemein gilt: Je kürzer der Weg Deiner Bestellung, desto besser für die Umwelt. Online kannst Du die Entfernung überprüfen und vielleicht findest Du ja ein neues Lieblingsrestaurant ganz in Deiner Nähe?

 3. Vermeide unnötigen Müll

Nicht nur Verpackungen, sondern auch zusätzliche Beigaben, wie Werbung, Servietten und Tüten landen bei Take-Aways schnell mal in der Natur. Und selbst wenn die Verpackungen im Abfalleimer um die Ecke entsorgt werden, so werden sie doch oft nicht recycelt und getrennt. Wir zeigen Dir, worauf Du ganz konkret achten kannst, um die Natur zu schützen:

Sag einfach bei der Bestellung Bescheid, dass Du keine unnötigen Verpackungen oder Beilagen haben möchtest. Wenn Du online bestellst, kannst Du Deine Wünsche auch einfach im Anmerkungs- oder Kommentarfeld übermitteln.

Du hast schon drei Flyer für dasselbe Restaurant oder wirfst sämtliche Werbung gleich in den Müll? Bestell sie einfach ab. Auch hier kannst Du dem Restaurant einfach Bescheid sagen oder das Online-Kommentarfeld nutzen.

Während der Corona-Pandemie und den Ausgangsbeschränkungen essen wir meist sowieso zuhause, wo wir auch unser eigenes Besteck nutzen können. Solltest Du unterwegs essen, nimm Dir vorher am besten Besteck mit, um Plastik zu vermeiden.

Servietten und Tüten, die wir eigentlich nicht brauchen, landen am Ende des Tages ungenutzt im Müll, deshalb bestell sie einfach vorher schon ab. Wenn Du Dein Essen abholst, kannst Du einen Jutebeutel für den Transport nach Hause nutzen.

Wie Du sonst gegen den Müll in Deiner Stadt vorgehen kannst, zeigen wir Dir übrigens hier.

 4. Achte auf gutes Essen – für Dich und ein besseres Klima

Nicht nur anfallender Müll und Abgase können unsere Umwelt belasten, sondern auch die Speisen selbst. Mit diesen einfachen Tipps kannst Du Dir und der Natur einen Gefallen tun:

Vegane oder vegetarische Ernährung gilt allgemein als klimafreundlichere Alternative, verringert Deinen ökologischen Fußabdruck und ist enorm wichtig für den Tierschutz.

Viel zu oft werden  Nahrungsmittel und ganze Mahlzeiten entsorgt, obwohl sie noch einwandfrei, genießbar und gut sind. Mit der Foodsharing-App to good to go kannst Du für kleines Geld Lebensmittel von Supermärkten, Bäckern und Restaurants in Deiner Nähe retten, die sonst im Müll gelandet wären. So kannst Du mit wenig Aufwand Lebensmittel vor der Tonne retten, Geld sparen und obendrein den Geschäften in Deiner Umgebung helfen. Engagiere Dich gegen Food-Waste und werde aktiv. 

Saisonale Zutaten mit kurzen Lieferwegen belasten die Umwelt am wenigsten. Welche Lebensmittel gerade Saison haben und regional geerntet werden, erfährst Du in unserem Saisonkalender im GoNature-Instagram-Post. 

Beim biologischen Anbau wird auf giftige Pflanzenschutzmittel und Pestizide verzichtet. Das schont nicht nur  die Natur, sondern sorgt auch für Artenvielfalt.  Wenn Du bei Deiner Bestellung auf die Verwendung biologischer Lebensmittel und Zutaten achtest, leistest Du einen wesentlichen Teil zum Naturschutz.

Nachhaltig Essen zu bestellen hilft der Umwelt und der Gastronomie

Durch verantwortungsbewusstes Handeln kannst Du den Verpackungsmüll und die CO2-Belastung enorm verringern, die bei Lieferdiensten und To-Go-Angeboten entsteht. Gerade jetzt während der Pandemie wird viel mehr Essen als gewöhnlich bestellt und es  kommt auf solche Kleinigkeiten an. Auch wenn es Dir nicht möglich, ist alle Punkte zu beachten, jeder Schritt hilft. Und jede Serviette oder Plastiktüte weniger verhilft uns zu einer besseren Zukunft. Es sind die kleinen Dinge, die jetzt zählen. 

Was Du jetzt während der Corona-Pandemie konkret für den Naturschutz tun kannst, erfährst Du hier: “Naturschutz trotz Corona”.

Hilf mit und leiste Deinen Beitrag!

Achte bei Deiner Bestellung so gut Du kannst auf Nachhaltigkeit! 

Übrigens: Wusstest Du, dass bei der Suchmaschine Ecosia mit jeder getätigten Suche Bäume in Brasilien gepflanzt werden? So kannst Du sogar bei der Suche nach dem richtigen Restaurant Gutes tun!

Du willst Dich darüber hinaus weiter für den Naturschutz engagieren? Schau doch mal bei unserer Engagement-Plattform GoNature vorbei. Dort findest Du viele spannende Projekte im Natur- und Artenschutz, zunächst im Raum Berlin und Brandenburg. Weitere bundesweite Projekte stehen bereits in den Startlöchern.

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