Richtig Lüften und Heizen: Das musst Du beachten!

Veröffentlicht am: 17.11.2021|Kategorien: GoNature Shorts, Nachhaltig leben|5.1 Minuten Lesezeit|

Richtig Lüften und Heizen spart Energie und Geld, schont die Umwelt und verhindert Schimmel. Wir zeigen Dir, was Du beachten solltest.

Damit wir uns in Innenräumen wohlfühlen sind vor allem Raumtemperatur, Luftfeuchtigkeit und die Konzentration von Schadstoffen entscheidende Faktoren. Richtig Lüften und Heizen hilft Dir, Geld in Form von Heizkosten zu sparen, damit die Umwelt zu schonen und deinem Wohlbefinden gerecht zu werden. Wir zeigen Dir, wie das ganz einfach geht:

Das solltest Du beim Lüften beachten:

Ein vierköpfiger Haushalt gibt pro Tag zwischen 6 und 12 Litern Wasser an die Luft ab. Damit diese Feuchtigkeit nicht zu Schimmel führt, ist regelmäßiges Lüften wichtig. Außerdem wandeln Tiere und Menschen Sauerstoff in Kohlendioxid (CO2) um. Bei einer erhöhten CO2 Konzentration kannst Du dich z.B. nicht mehr gut konzentrieren und wirst eher müde. Dagegen hilft frische Luft. Auch um Schadstoffe aus Baumaterialien oder Möbel los zu werden ist Lüften unerlässlich. Richtig Lüften bedeutet auch Energie zu sparen und so möglichst nachhaltig und ressourcensparend zu handeln.

Diese 4 Tipps kannst du beim richtigen Lüften beachten:

 

1. Regelmäßig Stoßlüften

Regelmäßiges Stoß- und Querlüften ist besonders wichtig, um Schimmel vorzubeugen. Das Fenster soll dabei immer vollständig geöffnet und nicht nur gekippt werden. 

Du solltest auf jeden Fall immer morgens nach dem Aufstehen und Abends vor dem Schlafengehen Lüften. Auch über den Tag verteilt, egal bei welchem Wetter und zu welcher Jahreszeit solltest du regelmäßig Stoßlüften.

 Im Winter reichen 5-10 Minuten, im Sommer auch 20-30 Minuten. Besonders effektiv ist das Querlüften, also wenn Du die Möglichkeit hast ein gegenüberliegendes Fenster zu öffnen und auf Durchzug zu schalten. 

2. Lüften bei Wasserdampf

Wenn viel Wasserdampf entsteht, solltest Du aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit immer Stoß- oder Querlüften. Wenn Du also gerade geduscht hast, am Kochen bist, Wäsche in der Wohnung zum Trocknen aufhängst oder bügelst: Mache Deine Fenster auf. 

3. Nicht von Zimmer zu Zimmer lüften

Ein Fenster oder Tür zwischen zwei Zimmern aufzumachen, gilt nicht als Lüften. Dies führt nur dazu, dass sich die warme und feuchte Luft mit der kälteren vermischt und dort zu einer höheren Luftfeuchtigkeit führt und Schimmel begünstigt. Deshalb gilt:  Immer nach draußen lüften, auch bei Regenwetter!

4. Abstand zur Wand halten

Umso mehr Schimmelgefahr in deinem Zimmer besteht, desto mehr Abstand sollten Möbel zur Wand haben. 2-4 cm reichen aber in der Regel, damit sich dort keine Feuchtigkeit niederschlägt und Schimmel entsteht.

Das solltest Du beim Heizen beachten:

Heizenergie und die damit verbunden Emissionen und Kosten haben einen hohen Anteil an den finanziellen Ausgaben und dem ökologischen Fußabdruck Deines Haushaltes. Daher ist es umso wichtiger, möglichst effektiv zu heizen um Energie einzusparen. Die Kosten und die Umweltbilanz hängen natürlich auch mit dem Baujahr und dem energetischen Zustand des Hauses und dem Energieträger zusammen. Grundsätzlich kannst Du durch das Beachten einiger Aspekte generell viel Energie und Heizkosten einsparen:

1. Ausreichend Heizen

Grundsätzlich solltest Du alle Räume ausreichend Heizen. Denn wenn es zu kalt ist, kann schnell Schimmel entstehen. In Räumen sollten es immer 17 Grad, in Fluren mindestens 15 Grad sein. Generell sind in Wohnzimmer und Küche Temperaturen um 20 Grad, im Bad etwas wärmer (21-24 Grad) und Schlafzimmer kühler (17-18 Grad) ideale Raumtemperaturen. 

Zudem sollten Türen zwischen den Räumen geschlossen bleiben. Eine Tür auflassen und den anderen Raum mit zuheizen bringt nichts. Lieber in diesem Raum die Heizung anschalten und die Tür zu machen. 

2. Heizkörper beim Lüften abdrehen

Wenn Du lüftest, kannst Du Heizkörper für die Dauer des Lüften abdrehen. Gerade wenn sie unterhalb der Fensterbank stehen, schmeißt Du das Geld buchstäblich zum Fenster raus. Also lieber abdrehen. Ansonsten den restlichen Tag konstant lassen.

3. Wechsel zwischen Tag und Nacht

Nachts genügt in allen Räumen eine niedrigere Temperatur als tagsüber. Du kannst abends die Heizung also drosseln, das spart Energie und Geld. Dabei sollte die Temperatur nie unter die 17 bzw. 15 Grad für Flure fallen. Im Schlafzimmer sind kühle Temperaturen ebenfalls von Vorteil, du schläfst in der Regel deutlich besser.

4. Heizkörper effektiv nutzen

Um die Heizkörper effektiv zu nutzen solltest Du sie nicht zustellen und vor allem keine Vorhänge zu ziehen oder davor hängen lassen, wenn die Heizung an ist. Das behindert die Luftzirkulation erheblich und Du musst die Heizung viel höher stellen, damit der Raum warm wird. 

5. Heizung entlüften

Überprüfe rechtzeitig vor dem Winter, ob Deine Heizung entlüftet werden muss. Gluckert Deine Heizung auffällig und wird nicht richtig warm, solltest Du sie entlüften. Dies geht in der Regel sehr einfach. Eine Anleitung findest Du hier >.

6. Auch bei Abwesenheit Heizung nicht abstellen

Auch wenn Du mal nicht da bist, sollte die Heizung nie komplett abgestellt werden. Das Hochheizen von Räumen frist sehr viel Heizenergie. Die Heizung sollte so eingestellt werden, dass die 17 Grad in Räumen und 15 Grad in Fluren nicht unterschritten werden.

Lust auf mehr Engagement?

Für ein angenehmes Raumklima sind also verschiedene Punkte zu beachten. Regelmaßig stoßlüften und gleichmäßig heizen sind besonders wichtig. Durch die Beachtung der verschiedenen Aspekte kannst du effizient heizen, sparst Heizkosten und schonst die Umwelt.

Richtig Lüften und Heizen bedeutet also auch nachhaltig Lüften und Heizen. Möchtest Du mehr Input zum Thema Nachhaltig Leben bekommen? Dann schau Dir unsere anderen Blogartikeln mit Tipps und Trick hier> an.   

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