Was bedeutet die Weltnaturkonferenz in Montreal für uns?

Veröffentlicht am: 17.12.2022|Kategorien: Naturschutz, Tieren helfen|7 Minuten Lesezeit|

Für uns alle stellt die Weltnaturkonferenz – oder UN-Biodiversitätskonferenz – in Montreal eine Schlüsselrolle für den Kampf gegen das Artensterben dar. In diesem Artikel erfährst Du mehr über die Bedeutung der Konferenz, welche Ziele erreicht werden sollen, wer daran beteiligt ist und was der Erfolg für unsere Zukunft bedeuten könnte. Am Ende des Artikels wirst Du verstehen, warum dieses Ereignis ein entscheidender Faktor für die Bewahrung unseres Planeten ist.

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1. Was ist die Weltnaturkonferenz in Montreal?

Die Weltnaturkonferenz – oder UN-Biodiversitätskonferenz – ist eines der wichtigsten globalen Treffen von Regierungen, NGOs und Zivilgesellschaften überhaupt. Sie findet – mit Ausnahme während der Coronapandemie – alle zwei Jahre statt. 2022 ist Montreal in Kanada Gastgeber. Die Konferenz soll dazu beitragen, die weltweite Biodiversität zu erhalten und zu schützen. 

Dieses Ziel wurde bisher allerdings nicht erreicht – im Gegenteil, die weltweite Biodiversität geht weiterhin dramatisch zurück. Heute sterben jeden Tag etwa 150 Arten auf dieser Welt aus, kehren nie wieder zurück. Wir befinden uns mitten im größten Massensterben seit den Dinosauriern, also vor rund 70 Millionen Jahren. Die UN-Biodiversitätskonferenz in Montreal im Dezember 2022 ist also mehr denn je notwendig, um den Rückgang der biologischen Vielfalt endlich zu stoppen und umkehren zu können. Wir müssen dringend handeln, sonst gibt es bald keine wild lebenden Tiere mehr in unserer Umgebung!

2. Was wird auf der Konferenz in Montreal besprochen?

Die Weltnaturkonferenz in Montreal ist von entscheidender Bedeutung für den Schutz der weltweiten Artenvielfalt. Die Konferenzteilnehmer werden über verschiedene Themen sprechen und diskutieren, einschließlich: 

  • Welche Maßnahmen können ergriffen werden, um die Biodiversität weltweit zu schützen?
  • Wie können wir die globale Zusammenarbeit verbessern, um eine nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen? 
  • Was sind die größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt und wie kann man sie bekämpfen?
  • Wie können wir mehr öffentliches Engagement für den Schutz der Biodiversität erreichen?

Die deutsche Umweltministerin Lemke setzt sich auf der Konferenz gemeinsam mit ihren EU-Kolleg:innen für ein verbindliches, weltweites Abkommen ein, das 30 % der Fläche unseres Planeten unter Naturschutz stellt.

3. Welche Auswirkungen hat das Treffen auf uns?

Die Auswirkungen der UN-Biodiversitätskonferenz in Montreal können für uns alle sehr wichtig sein. Es ist einmalige Gelegenheit, um das Bewusstsein für den Schutz der Artenvielfalt zu stärken und Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu schützen. Wir müssen dringend handeln, damit die biologische Vielfalt nicht verloren geht. 

Eine der wesentlichen Verpflichtungen der Konferenz ist es, ein Global Framework for Action (GFA) für den Schutz der biologischen Vielfalt aufzustellen. Diese Rahmenvereinbarung soll sicherstellen, dass wir auf globaler Ebene konkrete Maßnahmen ergreifen, um die natürliche Vielfalt zu schützen. Sie soll auch die Finanzierung von Projekten zur Erhaltung und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt sicherstellen.

Es ist offensichtlich, dass diese Konferenz ein großer Schritt vorwärts sein kann. Es ist an uns allen, uns dafür einzusetzen, dass diese Konferenz ein Erfolg wird und unser gemeinsames Ziel erreicht; nämlich den Schutz der globalen Biodiversität.

4. Die Ergebnisse

Es gibt einen Grund zum Feiern! Denn das Weltnaturabkommen zum Ende der Welklimakonferenz (#COP15) wurde am 19. Dezember veröffentlicht. Die besten News: Ein Drittel der Land, Süßwasser- und Meeresökosysteme soll bis 2030 geschützt werden! THIS IS HUGE!

Rund 200 Staaten haben diesem Ziel zugestimmt! Zusätzlich sollen diese Dinge bis 2030 umgesetzt werden:

  •  Die Rechte indigener Bevölkerungen und lokaler Gemeinschaften sollen sichergestellt werden
  •  Die Gefährdung von Mensch und Umwelt durch Pestizide soll halbiert werden
  • Umweltschädliche Subventionen und staatliche Anreize sollen im Umfang von 500 Milliarden Euro abgebaut werden

Leider gibt es auch Schwächen am Abkommen. Es wurde zum Beispiel nicht vereinbart, wie diese Ziele konkret umgesetzt werden können/müssen oder wie die Maßnahmen zur Umsetzung finanziert werden sollen. Teilweise fehlen außerdem Zielwerte – beispielsweise bei der Frage nach der Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks.

Trotzdem ist das Abkommen ein wichtiges Zeichen, ein Schritt in die richtige Richtung und ein Grund zum feiern!

5. Engagier Dich langfristig für den Natur- und Artenschutz

Über die Weltnaturkonferenz hinaus gibt es viele Möglichkeiten, wie Du Dich auf Dauer für unsere Natur und Tiere einsetzen kannst! Auf GoNature findest Du  über 1.600 Projekte rund um den Natur- und Artenschutz, die sich über Deine Unterstützung freuen.

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