So lindert Naturschutz Deinen Heuschnupfen

Veröffentlicht am: 04.08.2021|Kategorien: GoNature Shorts, Naturschutz|6.8 Minuten Lesezeit|

Bist Du auch von Heuschnupfen betroffen und hast das Gefühl, dass die Belastung schlimmer wird? Hier erfährst Du woran das liegt und wie Naturschutz hilft.

Kennst Du das auch? Deine Nase läuft, Du hast tränende rote Augen und Du kannst einfach nicht aufhören zu niesen? Dann leidest Du wahrscheinlich unter Heuschnupfen. In Deutschland sind mehr als 12 Millionen Menschen -ca. 14,8 %- betroffen. Wissenschaftler:innen stellen eine Zunahme der Pollenbelastung fest. Aber woran liegt das? Und wie kann Naturschutz helfen? Hier findest Du die Antwort!

Wie verschlimmert der Klimawandel Heuschnupfen

Heuschnupgenerkrankungen steigen an. Über die Jahre konnte man einen Zusammenhang mit dem Klimawandel feststellen. Durch unregelmäßige Jahreszeiten, steigende Temperaturen und hohe CO2 Emissionen verschlimmert sich die Pollenallergie. Das hat vor allem drei Gründe:

1. Veränderung des Klimas verlängert die Blütezeit

Der Klimawandel verändert auf längere Sicht unsere Jahreszeiten. Das bedeutet, dass die Pollenzeit früher beginnt und später endet. Dem Deutschen Wetterdienst zufolge, waren z.B. Haselpollen in den vergangen Jahren schon im Dezember aktiv. Wenn es entsprechend warm war. Auch die Erderwärmung spielt eine Rolle. Pflanzen blühen früher und länger. Denn auf Grund der steigenden Temperaturen verkürzt sich die vegetationsfreie Zeit im Winter.

2. Luftverschmutzung verändert die Pollenproduktion

Ein von Menschen erschaffener erhöhter CO2 Gehalt in der Luft ist nicht nur Mitverursacher des Klimawandels. Sondern auch die Ursache für mehr Pollen in der Luft, denn ein höherer CO2 Gehalt in der Luft steigert die Pollenproduktion. Das heißt mehr Pollen werden freigesetzt. Luftschadstoffe, wie Ozon und Feinstaub verändern die Zusammensetzung von Pollen. Die Pollen setzen mehr Eiweiße frei. Dadurch werden sie aggressiver. Die Schadstoffe machen auch die Lunge anfälliger für allergische Reaktionen. Das kann zum Beispiel zu allergischen Asthma führen. 

3. Eingewanderte Pflanzen verbreiten sich durch das Klima stärker

Eingewanderte Pflanzen, z.B. Ambrosia, Olivenbäume oder Koniferen verbreiten sich durch das veränderte Klima stärker. In einer einzigen Ambrosia-Staude stecken bis zu einer Milliarde Pollen. Die Pollen der Pflanzen sind aggressiver. Auch diese Pflanzen blühen bereits im Dezember.

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So lindert Naturschutz Heuschnupfen

Der Naturschutz ist ein wichtiger Verbündeter im Kampf gegen den Klimawandel. Und somit wichtig, um präventiv für die Verschlimmerung von Heuschnupfen vorzugehen. 

Torfmoore, Böden, Wälder und Meere absorbieren und speichern CO2. Daher ist es wichtig, sich für deren Erhalt einzusetzen. Denn durch eine Senkung des CO2 Gehalts in der Luft, kommt es auch zu einem Rückgang der Pollenproduktion. 

Insektenfreundliche Pflanzen sind wichtig, um mehr Lebensraum für unseren kleinen Freunde zu schaffen. Unter anderem sind Bienen und  Schmetterlinge gefährdet. Für Allergiker sind Pflanzen, die von Insekten bestäubt werden ohnehin die bessere Wahl. Denn diese produzieren weniger Pollen. Dabei solltest Du auf heimische Pflanzen zurückgreifen. Denn deren Pollen sind weniger aggressiv. Das heißt Du tust Dir und unseren Insektenfreund:innen einen Gefallen.

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