Stadttauben: Mehr als die Ratten der Lüfte

Veröffentlicht am: 07.08.2022|Kategorien: Vögel schützen|2,9 Minuten Lesezeit|

Möchtest Du Dich ehrenamtlich engagieren?

Wir finden Dein Wunsch-Ehrenamt, das zu Deinen Interessen und Verfügbarkeiten passt.

Stadttauben sind keine Seltenheit in unseren Innenstädten – man sieht sie an jeder Ecke. Doch oft sind die Vögel eher ungeliebte Nachbarn und werden sogar oft als Ratten der Lüfte bezeichnet. Das liegt daran, dass sie, wie eine Ratte, Krankheiten verbreiten können. Aber stimmt das wirklich? Wir räumen mit Mythen auf und zeigen Dir wieso Du Tauben in Deinem Ort helfen solltest!

Was gibt es Wissenswertes über Stadttauben?

Eine Taube sitzt auf dem Boden. Sie gehört zu Stadttauben in Deutschland.

Es gibt so viele tolle Infos über die Tiere, die Du so häufig in Deiner Stadt siehst. Wir haben die wichtigsten Fragen für Dich geklärt:

Warum sind Stadttauben eigentlich in Städten?

Stadttauben stammen von ihren Vorfahren, Felsentauben, die aus den Mittelmeerregionen kommen. Die Felsentauben wurden schon damals, über Jahrhunderte, von Menschen weiter gezüchtet und als Nutztiere gehalten. Zum Beispiel, wie in Filmen, die ikonische Brieftaube.

Doch die damaligen Brieftauben wurden auf zu weite Distanzen geschickt und viele von ihnen fanden nicht mehr den Weg zurück zu ihrer Heimat. Das lag meistens an Erschöpfung oder Desorientierung. Dadurch strandeten Tausende von Brieftauben in den Städten und bildeten so die Schwärme von Stadttauben, wie wir sie heute kennen. Tauben, die entweder wild lebten oder nicht als Nutztier eingesetzt wurden, schlossen sich diesen Schwärmen an. Dadurch wuchs die Population in Städten zusätzlich an.

Woher haben Stadttauben ihren schlechten Ruf?

Die verwilderten Geschwister der Brieftauben sind bekannt dafür, Krankheiten zu verbreiten und mit ihrem Kot Gebäude zu beschädigen. Doch dieser Ruf ist der Stadttaube zu Unrecht zugewiesen worden und stimmt heute eigentlich gar nicht.

Seit 1989 wurde vom ehemaligen Präsident des Bundesgesundheitsamtes bestätigt, dass die Gefährdung durch Stadttauben nicht größer ist als die durch Zier- und Wildvögel sowie durch Nutz- und Liebhabertiere. Sie übertragen demnach also nicht mehr Krankheiten als andere Vögel auch.

Was das Beschädigen von Gebäuden angeht, wurde auch bewiesen, dass Baustoffen wie beispielsweise Sandstein, Granit, Beton von Taubenkot gar nicht beschädigt werden. Die Schäden entstehen hauptsächlich durch Luftschadstoffe und Regen.

Warum brauchen Stadttauben Hilfe?

Stadttauben werden heutzutage nur noch von allen möglichen Orten verscheucht. Spikes werden in vielen Orten verwendet, damit sie dort ihre Neste nicht formen können. Spanndrähte, Taubenschreck und die sofortige Entfernung von Nestern sind weitere Optionen, um unsere ungeliebten Nachbarn zu verscheuchen. Doch wohin sollen sie hingehen?

Sie sind ewig hungrig wegen des Futter Verbots in vielen Regionen und lauern an Orten wie Pommes Buden rum, um sich dort zu ernähren. Der Grund für das Verbot ist, aufgrund des Irrglaubens, dass die Stadttauben sich durch das Füttern stärker vermehren. Doch das tun sie auch sowieso, ob Du sie fütterst oder nicht. Werden sie nicht gefüttert, leiden die Taubenküken allerdings unter Mangelernährung.

Wie kannst Du Dich Engagieren?

Du findest Stadttauben brauchen Hilfe und haben eine bessere Behandlung verdient? Dann engagier Dich jetzt in verschiedenen Projekten und setze Dich für sie ein!

Eine Stadttaube die in die Kamera schaut

Du kannst den Verein Stadttauben Saarbrücken dabei unterstützen, die Stadttaubenpopulation zu regulieren.

Eine Stadttaube mit ausgebreiteten Flügeln

In Stuttgart kannst Du beim Tierschutzverein Stuttgart bei Veranstaltungen und Tierpflege mithelfen.

Lust auf mehr Engagement?

Im Natur- und Artenschutz aktiv zu werden ist wichtiger denn je und jeder Einsatz zählt. Wer selbst mit anpackt, leistet einen direkten Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und zum Schutz unserer Lebensgrundlagen.
Auf GoVolunteer.com findest Du zahlreiche Projekte im Natur- und Artenschutz, bei denen Du sofort aktiv werden kannst – praktisch, sinnvoll und mit echter Wirkung.

Sharing is caring