So schützt Du die Meere in Deinem Alltag!

Veröffentlicht am: 08.06.2021|Kategorien: Sofort helfen|9.5 Minuten Lesezeit|

Unsere Meere sind komplexe Ökosysteme, die durch verschiedene Faktoren belastet werden. Plastikmüll, Fischerei und Schiffsverkehr strapazieren nicht nur die Meere in der Ferne, sondern auch unsere Ost-und Nordsee. Es wird geschätzt, dass allein in der Nordsee 600.000 Kubikmeter Müll liegen. Deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt aktiv werden und die Meere schützen. Wir zeigen Dir, wie kleine Taten großes bewirken können.

  1. Warum sind Meere so verschmutzt? Zum Abschnitt
  2. Weshalb ist es wichtig Meere zu schützen? Zum Abschnitt
  3. Welche Projekte gibt es um Meere zu schützen? Zum Abschnitt
  4. Wie kannst Du Deinen Verpackungsmüll minimieren und so Meere schützen? Zum Abschnitt

Warum sind Meere so verschmutzt?

Die größte Ursache für Plastikmüll im Meer  ist die “Wegwerfkultur”, die sich in den letzten Jahrzehnten etabliert hat. Ein großer Teil der Einwegprodukte oder Verpackungen landet in der Natur. Mit dem Regen wird das Plastik häufig in Flüsse und später dann ins Meer gespült.

Laut der Minderoo Foundation machen Einwegprodukte rund ein Drittel der gesamten Plastikproduktion aus. Weltweit werden jährlich circa 299 Tonnen an Kunststoffen produziert, wovon der Großteil nicht recycelt wird. Allein in Deutschland entstand, laut Umweltbundesamt, im Jahr 2018 ein Rekordhoch von 18,9 Millionen Tonnen Verpackungsmüll. Somit hätte, theoretisch auf die Einwohnerzahl Deutschlands runtergerechnet,  jeder Mensch 227,5 Kilogramm Verpackungsabfall produziert.

Private Verbraucher:innen sind für 47 Prozent des Verpackungsmülls in Deutschland verantwortlich. Das bedeutet es wurden im Jahr 2018 umgerechnet 107,7 Kilo Verpackungsmüll von Privatpersonen pro Kopf produziert.

Neben den privaten Verbraucher:innen, sind vor allem 20 Großkonzerne und öffentliche Unternehmen für 55% des Weltweiten Verpackungsabfalls verantwortlich. Konzerne wie ExxonMobil wurden im „Plastic Waste Makers Index“  als ausschlaggebender Faktor in der globalen Plastikmüll-Produktion aufgedeckt.

Weshalb ist es wichtig Meere zu schützen?

Das Meer ist in vieler Hinsicht ein Regulator. Es ist ein wichtiger Faktor im globalen Ökosystem und hilft dem Menschen vielleicht sogar mehr, als Du bisher gedacht hättest! Wir haben sechs Gründe für Dich, warum es so wichtig ist unsere Meere zu schützen:

Unsere Meere regulieren die Temperatur und das Wetter, indem die Sonnenenergie absorbiert und nur langsam wieder abgegeben wird. Ohne eine geregelte Durchschnittstemperatur, wären wir extremen Unwettern ausgesetzt.

Unsere Meere regulieren außerdem auch die Treibhausgase und senken den CO2-Ausstoß. Ohne sie als CO2-Regulator würden 30% mehr Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen. Das hätte verheerende Folgen für die gesamte Menschheit, die Tiere und die Pflanzenwelt.

Ein essentieller Schutz vor Gefahren würde ohne die Meere wegfallen. Sie schützen uns beispielsweise durch Seegraswiesen und Korallenriffe vor dem steigenden Meeresspiegel, Tsunamis oder Stürmen.

Ohne die Meere verliert der Mensch eine wichtige Nahrungsquelle. Das  Vergiften der Meere schadet außerdem direkt dem Menschen, da dieser ausgeschüttetes Mikroplastik und Chemikalien durch das Essen von Fischen wieder aufnehmen kann. Außerdem wird die Biodiversität der Tier-und Pflanzenarten durch die Überfischung erheblich eingeschränkt und bedroht. Deshalb sollte, wenn möglich, der Umwelt zu liebe, ganz auf Fisch verzichtet werden.

Durch die Zerstörung von Ökosystemen und Lebensräumen im Meer können ganze Spezies aussterben. Das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten kann für das restliche Ökosystem verheerende Auswirkungen mit sich tragen. Dabei wird direkt in die Nahrungskette eingegriffen. Dies kann beispielsweise durch zu viel CO2 im Meer geschehen. Hierbei reagieren die CO2-Ablagerungen im Wasser und senken den PH-Wert. Ein zu niedriger PH-Wert kann enorme Folgen für die Reproduktionsfähigkeit und das Wachstum im Meer  bedeuten.

Ohne das Meer würden die darin lebenden Sauerstoffproduzenten wegfallen. Planktonorganismen sind unmittelbar für die Sauerstoffproduktion verantwortlich. Das verschmutzen der Meere kann dazu führen, dass diese lebenswichtigen Sauerstoffproduzenten entfallen.

Welche Projekte gibt es um Meere zu schützen?

Du hast Lust jetzt aktiv zu werden und willst unsere Meere schützen? Wir stellen Dir zwei Projekte vor, bei denen Du Dich engagieren kannst:

DEEPWAVE e.V.

Bei DEEPWAVE kannst Du in Hamburg zur Aufklärungsarbeit zum Meeresschutz beitragen! Du kannst das Thema Kindern und Jugendlichen näher bringen, aber auch im wissenschaftlichen Bereich aushelfen!

Mehr zum Projekt

Clean River Project e.V.

In Winningen, in der nähe von Koblenz, kannst Du im Kanu auf dem Wasser Müll sammeln! Der gesammelte Müll wird anschließend für Fotokunst in Szene gesetzt, um das Bewusstsein der Müllproblematik zu steigern.

Mehr zum Projekt

Wie kannst Du Deinen Verpackungsmüll minimieren und so Meere schützen?

Der Verpackungsmüll und unsere „Wegwerfkultur“ sind große Faktoren für die Verschmutzung und Belastung der Meere. Wir zeigen Dir, wie Du die Meere schützen kannst!

Bringe möglichst immer einen wiederverwendbaren Behälter mit, falls Du Essen To Go bestellst. Wie Du außerdem möglichst nachhaltig Essen bestellen kannst, zeigen wir dir hier >. Außerdem kannst Du auch auf Plastikflaschen verzichten, indem Du auf wiederverwendbare Flaschen zurückgreifst. Das gleiche gilt auch für den Coffee To Go. Du solltest immer möglichst an Deinen eigenen Becher denken. So minimierst Du Deinen alltäglichen Einweg-Verpackungsbedarf.

Du kannst bei verschiedenen Clean-Up Projekten die Gewässer in Deiner Nähe saubermachen. Selbst, wenn Du nicht am Meer wohnst hilft es der Umwelt und dem Meer, wenn Flüsse und Kanäle unverschmutzt sind. Du hast Lust Dich bei verschiedenen Clean-Ups zu engagieren? Auf unserer Themenseite findest Du viele verschiedene Clean-Up-Projekte!

Mikroplastik kann sich in den unerwartetsten Produkten befinden. Viele synthetische Materialien enthalten Mikroplastik. Bevorzuge beim Kauf von Kleidung möglichst zertifizierte Baumwolle. Auch viele Kosmetika und Pflegeprodukte enthalten Mikroplastik. Achte beim Kauf auf die Inhaltsstoffe in Deinen Produkten. Mehr dazu findest Du hier >.

Achte auf Deine Umgebung und nimm Müll mit, wenn Du welchen siehst. Vor allem in der Natur kannst Du so direkt helfen! So kannst Du verhindern, dass der Müll Tiere verletzt oder in Gewässer wandert. Drei Projekte für weniger Müll in Deiner Stadt stellen wir dir außerdem hier > vor.

Du kannst deinen Plastikmüll direkt vor dem Verschiffen oder Verbrennen retten, indem Du ihn trennst! Laut BUND recycelt Deutschland nur 16% des Plastikmülls.

Lust auf noch mehr Naturschutz?

Du hast nicht nur Lust dich aktiv für unsere Meere einzusetzen, sondern Du willst allgemein im Natur- und Artenschutz aktiv werden? Auf GoNature.de findest Du viele weitere Projekte rund um den Natur- und Artenschutz!

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