Vögel in der Stadt beobachten

Veröffentlicht am: 04.06.2021|Kategorien: Vögel schützen|14.4 Minuten Lesezeit|

An fast jedem Ort der Welt können Vögel unsere Aufmerksamkeit erwecken. Auch in vielen großen Städten in Deutschland muss man nur einen Blick in den Himmel oder die Bäume werfen, um verschiedenste Vogelarten zu entdecken.

Aktuell gibt es um die 10.000 verschiedenen Vogelarten weltweit. Davon sind ungefähr 300 in Deutschland vertreten.

Du möchtest Vögel in Deiner Stadt beobachten? Wir zeigen Dir alles was du über das Thema wissen musst und wie Du Dich im Bereich Vogelschutz engagieren kannst! Denn es gibt viele Vogelarten die besonders im urbanen Raum zurück gehen.

  1. Welche Vögel gibt es in deutschen Städten? Zum Abschnitt
  2. Welche Tipps für das Beobachten von Vögeln gibt es? Zum Abschnitt
  3. An welchen Orten kannst Du Vögel gut beobachten? Zum Abschnitt
  4. Was darfst Du für Vögel tun? Zum Abschnitt
  5. Bei welchen Projekten zum Schutz der Vögel kannst Du dich engagieren? Zum Abschnitt

Welche Vögel gibt es in deutschen Städten?

Egal ob im Park, im Garten oder an Deinem eigenen Vogelhaus. An fast allen Orten der Welt hast Du die Möglichkeit Vögel zu entdecken und zu Beobachten. Zu den häufigsten Arten in deutschen Städten gehören Amseln, Blaumeisen, Mauersegler, Stadttauben, Zaunkönige, Wanderfalken und viele mehr. Hier > findest Du eine genauere Auflistung verschiedenster Vogelarten in Deutschland.

Amseln und Buchfinken sind mit knapp 10 Millionen Brutpaaren mit Abstand die häufigsten Brutvogelarten in Deutschland. 18 verschiedene Vogelarten stellen mehr als drei Viertel der Brutpaare im Land. Dazu gehören Kohlmeisen, Mönchsgrasmücken, Haussperlinge, Blaumeisen, Rotkehlchen und noch viele mehr. Wenn Du mehr über den genauen Artenbestand in Deutschland erfahren möchtest, schau bei der Übersicht zur Bestandssituation vom Bundesamt für Naturschutz vorbei.

Welche Tipps für das  Beobachten von Vögeln gibt es?

Das Tolle beim Beobachten von Vögeln ist, dass Du eigentlich fast keine Ausrüstung benötigst. Du kannst Dir viel Zeit dafür nehmen, aber es auch in tägliche Spaziergänge durch Parkanlagen oder in der Stadt, integrieren.

Wenn Du diesem Thema jedoch etwas mehr Zeit widmen möchtest, können  folgende Utensilien sehr hilfreich sein:

Es ermöglicht dir auch aus der Ferne verschiedene Vögel genauer zu betrachten und die unterschiedlichen Vogelarten zu identifizieren.

Bei einem Buch zur Bestimmung der verschiedenen Vogelarten ist es besonders wichtig darauf zu achten das bereits Fotos der Vögel vorhanden sind. Das hilft Dir bei der Bestimmung der verschiedenen Arten.

In einem Notizbuch kannst Du Deine Beobachtungen genau dokumentieren und somit mehr Rückschlüsse auf die verbreitung und den Lebensraum der Vögel ziehen.

Wenn du eigene Fotos aufnimmst, können Dir diese bei der Identifizierung der verschiedenen Vogelarten eine große Hilfe sein. Auf Nahaufnahmen kannst Du zudem die Tiere im Nachhinein und in aller ruhe nochmal genauer anschauen und vielleicht neue Merkmale entdecken.

Doch nicht nur Deine Ausstattung, auch die Tageszeit kann ausschlaggebend dafür sein, welche Vögel du zu Gesicht bekommst: 

  • 🐦 Morgens können Singvögel am besten beim Zwitschern beobachtet werden. Im Sommer sind sie meist bis ungefähr zehn Uhr morgens zu hören, sie beginnen aber dann auch wieder zwei bis drei Stunden vor der Abenddämmerung mit ihrem Gesang.
  • 🐦 Mittags und am Nachmittag kannst Du vor allem Greifvögel weit oben am Himmel entdecken.
  • 🐦 Nachts und in der Dämmerung sind vor allem Eulen aktiv.

An welchen Orten kannst Du Vögel gut beobachten?

Allgemein konnte beobachtet werden das der Nordosten Deutschlands artenreicher ist als der Westen oder der Süden im Land. In dieser Region herrscht eine hohe Biodiversität, die auch viele seltene Vogelarten beherbergen. Das liegt unter anderem an einer niedrigen Siedlungsdichte, aber auch an vielfältigen Landschaftskulturen.

Wo kannst Du Vögel in Berlin beobachten?

Auch in der Hauptstadt Berlin, gibt es tolle Orte an denen Du Vögel beobachten kannst, auf unbekannte Arten triffst und besonderen Tönen und Gesängen lauschen kannst.

Dort nisten zum Beispiel von April bis Juli die Feldlerchen. Immer wieder werden Teile des Feldes abgesperrt damit die Vögel nicht bei Ihrer Brut gestört werden. Abgesehen von Feldlerchen wurden dort schon 25 weitere Brutvogelarten gesehen. Dazu gehören auch Braunkehlchen, Steinschmätzer, Neuntöter und Schafstelze.

Einen Spaziergang durch den Schlosspark kannst du gut mit dem Beobachten von Vögeln kombinieren. Manchmal lohnt es sich auch einfach leise zu lauschen und Töne von Kohlmeise, Star und Ringeltaube wahrzunehmen. Vielleicht entdeckst Du bei genauerem hinschauen auch das Rotkehlchen, die Amsel und den Buntspecht, die im Schlosspark zu Hause sind. Auch am großen Teich mitten im Park kannst Du etwas größere Vogelarten wie Höckerschwäne, Graureiher und Stockenten etwas genauer betrachten.

Am Müggelsee bekommst Du eine Vielzahl von Vögeln zu Gesicht. Dazu gehören zum Beispiel die Trauerschwalbe und das Blesshuhn. Auch ein Besuch am Teufelssee, welcher nicht weit entfernt liegt, lohnt sich um besondere Vogelarten zu Entdecken. Wenn Du Glück hast kannst Du dort sogar einen Eisvogel erspähen.

Was darfst Du für Vögel tun?

Auch Deutschland ist vom Artensterben betroffen. In besonderen Schutzgebieten solltest Du die genauen Vorschriften beachten und besonders während der Brutzeit auf Rücksicht nehmen. Um Vogelarten zu schützen und dem Artensterben entgegen zu wirken, gibt es ein paar weitere einfache Dinge, wie Du aktiv werden kannst:

1.  Bringe Nistkästen an

Leider wird bei Renovierungen in Großstädten nicht ausreichend auf die Zusammenhänge mit der Natur geachtet. Viele der Vogelarten die sich in Städten einen Nistplatz suchen, bekommen immer mehr Probleme einen passenden Ort für Ihre Brut zu finden. Haussperlinge, Schwarzdrosseln und Meisen haben durch die Sanierung von Altbauten immer größere Probleme kleine Mauerspalten zu finden. 

Du kannst dem entgegenwirken indem Du Nistkästen in Städten anbringst  (zum Beispiel in deinem Garten).

2. Füttere Vögel

Besonders im Winter, wenn es die meisten Vogelarten schwerer haben brauchbares Fressen zu finden, ist Vogelfütterung empfehlenswert. Aber Du solltest wissen wie und was dabei zu beachten ist!

  • Es ist wichtig einen Futterspender zu wählen bei welchem die Vögel nicht herumlaufen können und diesen somit nicht selbst mit Kot verschmutzen. Dadurch kann die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern verhindert werden.
  • Außerdem ist es wichtig, dass der Futterspender so gebaut ist, dass es auch starker Witterung ausgesetzt sein kann ohne das nass wird und somit verdirbt oder vereist. Möchtest Du ein herkömmliches Futterhäuschen verwenden, ist es wichtig auf dieses regelmäßig mit heißem Wasser zu Reinigen.
  • Der Futterspender sollte an einer übersichtlichen Stelle plaziert werden, an welcher sich zum Beispiel Katzen schlecht anschleichen können. Du aber trotzdem die Möglichkeit hast, die Vögel gut zu Beobachten. Außerdem wäre es von großem Vorteil wenn in direkter Umgebung keine Glasscheiben sind, um sie als tödliche Fallen zu verhindern.
  • Vogelfutter auf dem Boden zu verteilen sollte übrigens vermieden werden. Dies könnte unter anderem Ratten anziehen.
  • Ein super Basisfutter welches von fast allen Vogelarten gefressen werden kann, sind Sonnenblumenkerne. Diese ziehen besonders Meisen, Finken und Sperlinge an. Während der Jungfütterungszeit von April bis Juli sind diese jedoch gefährlich, weil kleine Vögel daran ersticken können! In dieser Zeit solltet Du lieber fettarme Sämereien anbieten wie Wildkräuter oder Insektenfutter.
  • Andererseits gibt es auch Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Amseln oder Zaunkönige, die sich besonders über Rosinen, Obst oder Haferflocken freuen. Hier musst Du jedoch darauf Achten, dass das Futter nicht verdirbt.
  • Solltest Du auf vorgefertigte Futtermischungen zurückgreifen, ist es besonders wichtig auf die Qualität und die Inhaltsstoffe zu achten. Um den Vögeln möglichst unbehandeltes Fressen bereit zu stellen, sind zum Beispiel Bio-Produkte besonders gut geeignet.

3.  Beklebe Glasflächen

Um zu verhindern das Vögel sich auf Glasflächen spiegeln und diese somit zur Todesfalle für Vögel werden, solltest Du Sie mit Folien oder Vogelattrappen bekleben. Dies verhindert das die Vögel die Glasscheiben übersehen und dagegen fliegen.

Was Du außerdem für Vögel und andere Wildtiere in der Stadt tun kannst, zeigen wir Dir hier>.

Bei welchen Projekten zum Schutz der Vögel kannst Du dich engagieren?

Hast Du Lust Dich für Vögel zu engagieren und mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu bewirken? Wir stellen Dir hier drei Projekte vor:

Mitmachmöwen bayernweit Beobachten

Finde jetzt mehr Informationen über Möwen durch das Beobachten und Fotografieren der Tiere heraus und teile diese anderen mit!

Mehr zum Projekt

Baue Nistplätze für Hamburgs Vögel

Der BUND möchte Hamburgs verbliebenen Vögeln mehr Brutplätze anbieten. Hilf durch handwerkliches Geschick beim Bau von Nistkästen an Hamburgs Schulen und KiTas!

Mehr zum Projekt

Werde Natur-Content Creator

Setze Dich für mehr Artenreichtum ein und gestalte kreative Inhalte über Natur und Vögel! Denn Natur braucht freie Flächen und einen unberührten Lebensraum.

Mehr zum Projekt

Noch mehr Projekte rund um das Thema Vogelschutz findest Du außerdem auf unserer Projektseite:

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Du willst außerdem wissen, welche Projekte rund um den Vogelschutz Dominik Eulberg gefallen? Dann schau doch mal hier > vorbei.

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