4 Fakten über Plastikmüll und was Du dagegen tun kannst

Veröffentlicht am: 24.08.2021|Kategorien: GoNature Shorts, Zero Waste|10.2 Minuten Lesezeit|

Du möchtest wissen, was eigentlich so schlimm an Plastik ist? Hier erfährst du wichtige Fakten über Plastikmüll und wie Du Dich für die Müllvermeidung engagieren kannst.

Schon wieder ein Bonbonpapier auf dem Boden? Am Strand fliegt Dir eine Plastiktüte entgegen? Du kennst diese Situationen bestimmt. Aber wusstest Du, dass es im Jahr 2050 mehr Plastik als Fische im Meer geben könnte? Auch die Ökosysteme an Land werden durch den Plastikmüll beeinflusst. In diesem Blog erfährst Du mehr darüber und wir zeigen Dir, was Du dagegen tun kannst!

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Welche Probleme entstehen durch Plastikmüll?

Plastik ist aus unserem Leben kaum mehr wegzudenken. Doch die Kunststoffe bringen einige Schwierigkeiten mit sich. Unser Ökosystem stellt sich diesem Fremdkörper tagtäglich. Wir stellen Dir vier wichtige Fakten vor:

Der Plastikmüll in den Meeren gefährdet das Leben der Tiere und Pflanzen, denn es verschmutzt ihren Lebensraum und stellt eine Gefahr der Verletzung und Vergiftung dar. Tiere verwechseln Plastikteile mit ihrer Nahrung und nehmen sie zu sich, ohne sie verdauen zu können. Durch die Verschmutzung sterben jährlich bis zu 135 000 Meeressäuger und eine Millionen Meeresvögel.

Eine Studie des WWF fand heraus, dass wir im globalen Durchschnitt ungefähr eine Kreditkarte an Plastik in der Woche zu uns nehmen. Das entspricht 5 Gramm. Aus der Studie ließ sich kein direkter Schluss auf Deutschland ziehen. Aber es zeigt, dass auch uns Menschen die Auswirkungen des Plastiks direkt treffen.

Die sinnvollste Lösung Plastik zu verwerten, stellt wohl das Recycling dar. Denn so können Ressourcen wiederverwendet werden. Trotzdem wurden im Jahr 2017 nur 15,6% des Plastikmülls recycelt. Von 5,2 Millionen Tonnen Plastikmüll, wurden lediglich 810 000 Tonnen wiederverwendet. Der Rest wird verbrannt, landet auf Deponien oder im Meer.

Die Gefahr des Plastiks an Land werden oft unterschätzt. Aber in Wäldern, Parks und auf Wiesen wird von uns Menschen oft Plastikmüll zurückgelassen. All das gefährdet Wildtiere, denn diese suchen nach den Lebensmittelresten, die noch am Plastik kleben und fressen ihn dann. Vögel bleiben im Müll hängen und haben Schwierigkeiten, sich zu befreien.

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Was kannst Du gegen Plastikmüll und für unsere Umwelt tun?

Diese Fakten können schockierend sein und uns runterziehen. Wir können aber alle gemeinsam etwas gegen den Plastikmüll und die Umweltverschmutzung tun. Schon kleine Änderungen in Deinem täglichen Umgang mit Müll können langfristig Großes bewirken. Wir zeigen Dir, wie’s geht!

1. Trenne Deinen Müll richtig

Wenn Verpackungen im Restmüll landen, gehen diese im Recycling Kreislauf verloren. Falsch sortierter Müll erschwert den Sortierprozess und kann auch das Recycling verhindern. Aber durch das Recycling werden in Deutschland etwa 3,1 Millionen Tonnen CO2 jährlich eingespart. Deshalb ist es wichtig, wie Du Deinen Müll sortierst!

Hier > kannst du nochmal etwas zur richtigen Mülltrennung nachlesen.

Trennst Du deinen Abfall richtig? Mache hier ein Quiz um Dich zu testen!

Du bist Dir oft unsicher, was in welche Tonne gehört? Kein Problem! Melde Dich jetzt beim GoNature Community Workshop an und lerne alles über Mülltrennung.

2. Mit Zero Waste Deinen Müll reduzieren

Zero Waste klingt im ersten Moment drastisch, aber jeder kleiner Schritt hilft dabei, unsere Tiere, Meere, Wälder und uns selbst zu schützen.
Um dem Müll entgegenzuwirken, kannst du bereits im Alltag Deinen Teil beitragen. Verzichte auf unnötige Verpackung, kaufe am Besten unverpackt und achte auf Deinen Müll. In dem Du Deinen eigenen Plastikkonsum beobachtest, bekommst Du ein Gefühl dafür, an welcher Stelle du deinen Plastikkonsum noch reduzieren kannst. Du kannst auch erstmal in einzelnen Räumen anfangen.

Hier > findest Du beispielsweise Tipps, wie Du Dein Bad in 5 Schritten plastikfrei machst.

3. Sammle Müll in Deiner Nähe

Pack dir Handschuhe ein und schau doch mal beim Spaziergang im Park oder durch den Wald, ob du nicht die ein oder andere Plastikflasche, -tüte oder anderes aufheben und wegwerfen kannst.
Du kannst außerdem an einem Clean Up teilnehmen oder selbst einen veranstalten und mit einer Gruppe gemeinsam Müll sammeln. So tust Du der Natur was gutes, verbringst einen Tag draußen und lernst vielleicht sogar noch neue Leute kennen. Falls Du nicht so auf große Events stehst, kannst Du auch ganz einfach Plogging ausprobieren. Dabei sammelst Du beim Joggen Müll auf und verbindest so Sport mit Naturschutz.

Achtung: Achte darauf die Gegenstände nur vorsichtig und am Besten nur mit Handschuhen anzufassen. Los geht‘s!

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