10 Tipps, wie Du zum Bienenschutz beitragen kannst

Veröffentlicht am: 16.09.2021|Kategorien: Insekten & Bienen retten|11.1 Minuten Lesezeit|

Bienenschutz ist eigentlich ganz einfach, und jede:r kann etwas dafür tun. Er ist nicht zuletzt deswegen wichtig, weil Honigbienen und Wildbienen die wichtigsten Bestäuber unserer Obst- und Gemüsepflanzen sind. Mit den entsprechenden Maßnahmen unterstützt Du zudem noch viele weitere Tiere und tust auch den Menschen etwas Gutes. Wir haben 10 Tipps, wie Du zum Bienenschutz beitragen kannst!

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1. Hänge ein Wildbienenhotel auf

Wildbienenhotels sind eine tolle und einfache Möglichkeit für den Bienenschutz. Im Handel sind viele Nisthilfen für Wildbienen erhältlich. Die meisten locken allerdings eher menschliche Käufer als tierische Untermieter:innen an. Es gibt jede Menge Anleitungen für den Bau von Wildbienenhotels. Am einfachsten fährst Du mit einer alten Konservendose, in die Du ein oder zwei Zentimeter frischen Gips füllst. Dort hinein drückst Du Pappröhrchen, Bambusstangen oder Schilfhalme. Die Röhren und ihre Eingänge müssen schön glatt sein, damit sich die Tiere nicht verletzen. Nach dem Trocknen hängst Du die Dose vor Regen geschützt in einen Baum.

2. Bastel ein Hummelhotel

Hummeln leben wie Honigbienen in Staaten. Die sind allerdings wesentlich kleiner und passen sogar in einen Blumentopf ☺. Das kannst Du Dir im Garten zunutze machen: Einfach einen Tontopf mit Sägespänen, Holzwolle, Baumwollwatte oder anderen natürlichen Materialien füllen, mit einem dünnen Drahtgitter abdecken und in das Loch unten ein Stück Gartenschlauch stecken. Das Hummelhotel vergräbst Du eine Handbreit tief im Garten, sodass der Topf auf der Seite liegt und der Schlauch an die Oberfläche reicht. Ähnlich einfach sind andere Insektenhotels.

3. Gestalte Deinen Garten insekten- und bienenfreundlich

Vielfalt statt Einfalt: Wildbienen brauchen in einem bienenfreundlichen Garten vor allem offene Erdanrisse, lehmige Stellen, Totholz, Wasserstellen… Dort können sie Nester anlegen oder Material dafür sammeln. Je kleinteiliger ein Garten, umso mehr Lebensräume bietet er. Das dient nicht nur dem Bienenschutz, sondern auch der sonstigen Flora und Fauna.

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4. Säe bienenfreundliche Pflanzen aus

Bienenfreundliche Pflanzen liefern reichlich Nektar und vor allem Pollen. Der ist für Wildbienen besonders wichtig: Sie legen damit in ihren Brutröhren Nahrungsvorräte für ihre Nachkommen an. Die im Handel erhältlichen bienenfreundlichen Saatmischungen enthalten unter anderem Glockenblumen, Natternkopf, Kleearten oder Korbblütler. Wichtig für den Bienenschutz sind vor allem Frühblüher wie Krokus und Hasel, die den Tieren einen rechtzeitigen Start ins Jahr erlauben. Du könntest Außerdem noch einen Saatgutautomaten basteln, damit Du und auch andere immer sofort das richtige Saatgut zur Hand haben.

5. Verzichte auf Pestizide

Insektizide und Unkrautvernichter gibt es schon genug in der Landwirtschaft. Wenigstens im Garten und auf dem Balkon solltest Du für den Bienenschutz darauf verzichten und lieber auf natürliche Mittel zum Pflanzenschutz setzen. So wie Schachtelhalmbrühe oder Brennnesselbrühe, Niemsamen oder Nützlinge wie Raubmilben und Marienkäfer, die Schadinsekten fressen.

6. Spüle Honiggläser immer gründlich aus

Wir wissen nie, welche Bienenkrankheiten gerade grassieren; einige werden sogar mit Honig übertragen. Daher solltest Du leere Honiggläser nach Gebrauch gründlich spülen, am besten in der Spülmaschine. Kommen sie mit Honigresten in den Glasmüll, so locken sie hungrige Bienen an. Schneller als Du Dich versiehst verbreiten sich Krankheiten mit Bakterien und Viren, wie etwa die Sporen der Amerikanischen Faulbrut.

7. Kaufe Honig bio und regional

Bienenprodukte solltest Du vorzugsweise regional und bio kaufen. Am besten gleich vom Imker um die Ecke oder Honig aus Deutschland. So kannst Du Dir sicher sein, dass die Fuhre nicht einen gewaltigen CO2-Fußabdruck mitbringt und keine gentechnisch veränderten Pflanzen als Nektarquellen gedient haben. Bei „Honig aus EU- und Nicht-EU-Ländern“ ist das oft genug der Fall.

Bio-Honig bedeutet, dass die Bienen im Umfeld von drei Kilometern nur an Pflanzen aus nachhaltiger Landwirtschaft oder von natürlichen Standorten wie Wäldern sammeln. Zudem muss ein Bio-Imker besonders strenge Richtlinien bei der artgerechten Haltung seiner Bienen einhalten, wie den Einsatz von natürlichen Materialen in den Bienenstöcken oder Verzicht auf Medikamente. Außerdem wird bei diesem Honig das Bienenleid vermieden.

8. Unterstütze Bio-Lebensmittel und bienengerechte Landwirtschaft

Bio-Lebensmittel kommen aus ökologischer Landwirtschaft, die keine chemischen Spritzmittel einsetzt. Auch damit leistet man einen indirekten Beitrag zum Bienenschutz. Der der Verzicht auf Neonicotinoide und andere Pestizide hilft nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen, anderen Insekten und nicht zuletzt auch Vögeln und Kleinsäugern. Du kannst nicht nur beim Konsum auf bienengerechte Landwirtschaft setzen, sondern Dich auch selbst bei einer Solidarischen Landwirtschaft engagieren.

9. Übernimm eine Bienenpatenschaft

Imker bieten immer häufiger Bienen-Patenschaften an. Gegen eine kleine Gebühr lassen sich so regionale Projekte unterstützen. um Lohn bekommst Du als Bienenpat:in jedes Jahr eine Portion Honig von „Deinem“ Bienenvolk.

10. Stelle Bienenstöcke in Deinen Garten

Du hast einen Garten und möchtest es selber mit Bienchen und Blümchen probieren? Auch hier finden sich immer mehr regionale Angebote. Erfahrene Imker:innen stellen ein Bienenvolk in den Garten und zeigen, wie das mit der Imkerei funktioniert. Traust Du Dir das nicht zu, kannst Du auch einfach Bienenstöcke aufstellen und von eine:r Imker:in betreuen lassen.

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Baue gemeinsam mit dem NABU Lüneburg Nisthilfen für Wildbienen & Co! Du brauchst keine Vorkenntnisse und kannst Dich direkt engagieren.

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Vielen Dank für diesen tollen Artikel an das Team von bienen.info!

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