Ein Tag bei Aufbuchen e.V.

Veröffentlicht am: 08.12.2021|Kategorien: Community, Volunteers|3.5 Minuten Lesezeit|

Etwas gegen den Klimawandel tun, den Kontakt zur Natur aufnehmen und draußen sein,Verantwortung übernehmen. Die Beweggründe der Pflanzhelfer:innen, die heute in Berlin Buch bei der Aufforstaktion des Aufbuchen e.V vor Ort mit anpacken, sind vielseitig. Wir waren gemeinsam mit unserer Community Bäumepflanzen mit Aufbuchen e.V. Wie der Tag verlaufen ist und was Helfer:innen darüber sagen, erfährst Du hier.

Teil der Lösung sein

Schutzrohre für die Bäume werden verteilt

Für Karo, eine der Mitgründer:innen des Vereins war es schon länger wichtig, klimabewusst zu leben und eher Teil der Lösung anstatt des Problems zu sein. Doch selbst, wenn man beginnt, anders einzukaufen, kein Auto mehr fährt und nachhaltig konsumiert, stößt man irgendwann an ein Limit. Sie und ihre sechs Mitgründer:innen von Aufbuchen e.V. aus Berlin wollten dem „Verzicht“ und dem Gefühl von „weniger haben und weniger machen“, um etwas gegen die fortschreitende Klimakatastrophe zu unternehmen, etwas Positives entgegensetzen. Etwas erschaffen, proaktiv handeln. Und so entstand die Idee, aufzuforsten.

Die Frage ist: Welche Bäume können sich in Zukunft an das Klima anpassen?

Es werden Bäume gepflanzt

Mittlerweile gibt es 27 Mitglieder des Vereins und hunderte Teilnehmer:innen, die zweimal im Jahr bei einer Pflanzaktion teilnehmen. Die größere Herausforderung als das Bäume pflanzen an sich, welches eigentlich recht simpel  zu lernen und lehren simpel ist, ist das Planen, wo und was für Bäume gepflanzt werden, so Karo. 

Einerseits muss bürokratisch geklärt werden, an welchen Stellen in und um Berlin gepflanzt werden darf und eine Aufforstung sinnvoll ist. Andererseits muss auch sorgfältig überlegt werden, welche Bäume gepflanzt werden. Es ist schwierig, vorherzusehen, welche Bäume sich am besten den zukünftigen Klimabedingungen anpassen werden, deswegen gilt es, so viele Arten wie möglich zu pflanzen, damit die Wahrscheinlichkeit, dass die Bäume überleben, so hoch wie möglich ist. Damit wird das Hauptziel, gesunde Mischwälder für den Klimaschutz, die Artenvielfalt und für die regionale Identität zu pflanzen und zu pflegen, bestmöglich verfolgt.

Das Aufforsten bringt Freude

Zwei Menschen pflanzen einen Baum

Neben dieser lobenswerten Intention macht das Aufforsten vor allem sehr viel Spaß. Alle Teilnehmenden an diesem Tag, an dem Pflanzenhelfer:innen ausgebildet werden, also Leute, die in Zukunft Kleingruppen beim Pflanzen anleiten, sind eifrig dabei. Es werden Schaufeln verteilt, Löcher gegraben, sich unterhalten, Teepausen gemacht, Fragen an das Team gestellt, die Setzlinge eingesetzt, ein Schutz um jedes kleine Bäumchen gebaut und sich so viel bewegt, dass niemand an diesem Sonntag im November friert. Die Gruppe vermischt sich immer mehr. 

Teilnehmende mit verschiedenen Motiven

Essenspause beim Bäumeplanzen

Die Motive der Teilnehmenden sind sehr divers. So ist zum Beispiel Nima ein Versicherungsmathematiker, der aktiv gegen den Klimawandel werden möchte und deswegen bei verschiedenen Community Events von GoNature teilnimmt. Roman ist gerade dreißig geworden, und ihm wurde bewusst , dass er mehr Verantwortung übernehmen möchte. Deshalb hat er  einfach „Aufforsten in Berlin“ gegoogelt und ist sofort fündig geworden.  Linda studiert „Urbane Geographien“ an der Humboldt-Universität und macht gerne bei Naturschutzaktionen mit, unter anderem als Ausgleich zur vielen Schreibtischarbeit. Vorher hat sie schon Beispiel schon bei “Naturverjüngungsaktionen” mitgemacht. Da habe sie aber, entgegen ihrer Erwartungen, Bäume entfernt, statt Bäume zu pflanzen. Jetzt möchte sie das wieder kompensieren. Für Natur- und Umweltschutz interessiert sie sich schon sehr lange und findet es wichtig, sich aktiv zu engagieren.

Die Helfenden kommen gerne wieder

Gruppenbild von Aufbuchen e.V. und GoNature

Die Humboldt-Universität ist allgemein sehr gut vertreten. Die Mitglieder des Nachhaltigkeitsbüros der Uni, welches sich erfolgreich für mehr Nachhaltigkeit an Hochschulen einsetzt, vor Ort. Einige weitere Personen sind schon seit Jahren bei Pflanzaktionen dabei und kommen gerne wieder, weil der Effekt der Tätigkeit sofort sichtbar sei, das Pflanzen Spaß mache, die Leute freundlich seien und die ehrenamtliche Arbeit sie glücklicher mache.

Lust auf mehr Engagement?

Du möchtest Dich auch für den Naturschutz einsetzen und zum Beispiel an Pflanzaktionen teilnehmen? Dann informiere Dich jetzt auf GoNature.de

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