Humuserde einfach selbst herstellen: So geht’s!

Veröffentlicht am: 15.02.2022|Kategorien: Garten & Balkon|11.1 Minuten Lesezeit|

Aus den eigenen Bioabfällen wertvolle Humuserde machen? Das geht ganz einfach! Du brauchst dafür nicht mal einen Garten. Mittlerweile kannst Du sogar in der Wohnung eigenen Humus herstellen und zum Beispiel als Dünger für die eigenen Zimmer- oder Balkonpflanzen verwenden. Wer einen großen Komposthaufen anlegt kann damit auch den ganzen Garten düngen. Wenn Du Dich fragst was Humuserde eigentlich genau ist, wofür Du sie brauchst und wie Du das schwarze Gold auch bei Dir herstellen kannst dann haben wir hier interessante Infos für Dich:

Was ist Humuserde überhaupt?

Kleine Pflanzen sprießen in der Erde.

Humus bedeutet übersetzt aus dem Lateinischen “Erdboden” und besteht aus verschiedenen organischen Substanzen. Diese werden von verschiedenen Mikroorganismen und Kleintieren, wie Regenwürmer oder Asseln, zersetzt und umgewandelt.

Ein großer Teil davon sind verrottete Pflanzenteile, wie Laub oder Wurzeln. Aber auch tote Insekten oder Pilze und Bakterien können zu Humus werden. Humuserde gilt als eine der nährstoffreichsten natürlichen Substrate.

Humuserde entsteht ganz ohne den Einfluss von Menschen überall in der Natur. In Laubwäldern ist zum Beispiel viel Humus im Boden zu finden, da das viele Laub hervorragend verrotten kann. So bekommen Bäume und Pflanzen die nötige Energie zum wachsen. Aber auch durch Menschen wird Humus in den letzten Jahrzehnten immer mehr eingesetzt. So können viele mineralische und chemische Dünger eingespart werden.

Pflanzen sprießen durch die Humuserde.

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Wofür brauche ich Humuserde?

Eine Frau düngt ihre Pflanze mit Humuserde.

Humuserde ist wichtig für die Bodenfruchtbarkeit, denn durch die vielen Nährstoffe hat Humus positive Auswirkungen auf das Pflanzenwachstum. Wer also gern selbst etwas anbauen möchte hat mit Humus eine gute Grundlage für das eigene Obst und Gemüse. Aber auch Dein restlicher Garten oder Deine Zimmerpflanzen können von diesem natürlichen Dünger profitieren.

Humuserde selber zu machen ist außerdem eine gute Methode Müll zu vermeiden. Viele Deiner pflanzlichen Lebensmittelabfälle können auf dem Kompost oder in einer Wurmkiste zu Humus recycelt werden. So verwandeln sich Deine Abfälle in etwas Wertvolles!

Aber nicht nur das! In der Natur ist Humus ein richtiger Klimaheld! Da Pflanzen das CO2 speichern ist es nach dem Verrotten im Boden gebunden. Allein in Deutschland speichern Böden in der Landwirtschaft um die 2,4 Milliarden Tonnen CO2. Wenn Du erfahren möchtest, wie genau das funktioniert dann schau doch mal hier> vorbei!

Eine Hand hält Humuserde.

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Wie kann ich Humuserde selber machen?

Ein Komposthaufen im Garten ist ein guter Weg Humuserde herzustellen.

Humus kann man super leicht im eigenen Garten oder sogar in der Wohnung herstellen. Dafür braucht man lediglich einen Komposthaufen oder eine Wurmkiste und mit der Zeit verrotten dort die Abfälle, sodass Humus entsteht.

Wenn Du ein paar kleine Regeln beachtest, steht Deinem eigenen Humus nichts mehr im Weg. Du solltest zum Beispiel nur bestimmte Abfälle wie Gemüsereste, Kaffeesatz, Laub oder unbeschichtetes Papier verwenden. Gekochte Lebensmittel, Zitrusfrüchte oder sogar Fleisch haben dagegen auf dem Komposthaufen oder in der Wurmkiste nichts zu suchen. Alles rund um die Do’s und Don’ts bei der Humus Herstellung kannst Du noch einmal hier> genauer nachlesen.

Humuserde durch einen Komposthaufen

Wer einen eigenen Garten besitzt, hat die besten Voraussetzungen für eigenen Humus. Ein Komposthaufen benötigt nicht viel Platz und kann Deinen ganzen Garten versorgen. Einen passenden Behälter findest Du entweder im Baumarkt oder kannst ihn ganz einfach aus Holz selber bauen. Suche Dir dafür am besten ein eher schattiges Plätzchen, da das innere eines Komposthaufen bis zu 70°C warm werden kann. Was Du sonst noch beachten musst, erfährst Du in diesem Video.

Ein Komposthaufen besteht aus verschiedenen Schichten. Ganz unten liegen Äste und Zweige, gefolgt von Laub und Rasenschnitt. Oben drauf kannst Du dann Deine verschiedenen Garten- und Bioabfälle entsorgen. So ist der Kompost immer gut gefüttert. Am Anfang kannst Du auch Kompostwürmer oder Mikroorganismen hinzugeben um den Start zu beschleunigen.

Die entstandene Humuserde mischst Du dann am besten in deine Beete. Auch wenn Du neue Pflanzen oder Bäume einsetzt, kann Humus ihnen beim Wachstum helfen.

Humuserde durch eine Wurmkiste

Eine Wurmkiste ist vergleichbar mit Deinem eigenen Mini-Komposthaufen. So kannst Du auch ohne Garten Deine eigene Humuserde herstellen. Abgesehen von der handlichen Größe passiert in der Wurmkiste fast das selbe wie auf dem Kompost. Regenwürmer und Mikroorganismen zersetzen Deine Bioabfälle auf natürliche Weise.

Eine gesunde Wurmkiste ist dabei komplett geruchlos. Die meisten Wurmkisten haben außerdem eine Art Dünger-Zapfhahn. Zusätzlich zum Humus entsteht nämlich auch sogenannter Wurmtee, den Du wie Flüssigdünger verwenden kannst. Der erste Humus entsteht sogar schon nach 6 Monaten. Möchtest Du noch mehr über Wurmkisten erfahren, dann haben wir hier> etwas für Dich. Mit Hilfe einer Wurmkiste kannst Du also auch auf kleinem Raum deinen Pflanzen etwas Gutes tun!

– Verschiedene Wurmkisten aus Holz oder anderen Materialien aus Deutschland findest Du hier>!

Hier> kannst Du Wurmkisten, Zubehör und vieles mehr rund ums Heim-Kompostieren kaufen!

– Wenn Du Deine Wurmkiste lieber selbst bauen willst, haben wir hier> eine passende Anleitung für Dich!

Eine Wiese mit Wildblumen.

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Mit Humuserde kann man seinen Pflanzen mit wenig Arbeit beim Wachsen unterstützen und das ganz ohne Chemikalien. Und dank Wurmkiste hat wirklich jede:r die Möglichkeit dazu!

Du möchtest in Deinem Alltag gerne noch mehr für den Naturschutz bewirken und Dir hat dieser Blogartikel gefallen? Passend zum Thema findest du hier > einen Artikel mit 5 praktischen Tipps. Oder interessierst Du Dich mehr für das Thema Solidarische Landwirtschaft? Hier > geht’s zum Blogartikel!

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