Zero Waste Küche: 5 Tipps zur Müllvermeidung

Veröffentlicht am: 04.11.2021|Kategorien: Zero Waste|10.2 Minuten Lesezeit|

In der Küche fällt jede Menge Müll an. Unnötige Plastikverpackungen beim Einkaufen, vermeidbare Abfälle beim Kochen oder aggressive Scheuermitteln beim Putzen. Wir haben 5 Zero Waste Tipps gesammelt, die Deine Küche nachhaltiger machen und helfen Dir auf dem Weg zu Deiner Zero Waste Küche!

Auf dem Foto ist Plastikmüll zu sehen, der im Meer schwimmt.

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Tipp 1: Vermeide unnötige Plastikverpackungen

Auf dem Foto sind Früchte in einer Stofftasche und wie Zitronen und Kaktusfeigen Diese tragen zur Zero Waste Küche bei

Beim wöchentlichen Einkauf fällt unheimlich viel Müll an. Ein Großteil davon lässt sich problemlos vermeiden.

  • Vermeide Müll in der Gemüse Abteilung
    Unverpacktes Obst und Gemüse findest Du nicht nur auf dem Wochenmarkt  – auch im Supermarkt wird die unnötige Verpackung mittlerweile oft eingespart. Stattdessen kannst Du Dein loses Gemüse einfach in einem praktischen Gemüse-Stoffbeutel mitnehmen.
  • Achte auf Zero Waste bei den Grundnahrungsmitteln
    In einigen Supermärkten gibt es Abfüllstationen für trockene Nahrungsmittel wie Haferflocken, Nüsse, Nudeln oder Reis. Bring einfach ein passendes Gefäß mit und fülle Dir ab, was Du brauchst. In großen Mengen sparst Du damit neben jeder Menge Müll auch noch Geld!

Neben Plastikmüll kannst Du bei Deinem Einkauf auch auf die Vermeidung von Food Waste achten. Wie das geht erfährst Du hier >.

Tipp 2: Nutze nachhaltige Küchenutensilien

Auf dem Foto sind eine Metalldose und zwei gefüllte Gasbehälter zu sehen. Sie gehören zu Deiner Zero Waste Küchedazu.

Dein liebster Pfannenwender ist aus Plastik statt aus langlebigen Materialien? Keine Sorge! Eine Zero Waste Küche bedeutet nicht, dass Du Deine Plastik-Utensilien von heute auf morgen wegwerfen sollst. Achte vielmehr darauf, dass Du bei Neuanschaffungen auf nachhaltige Alternativen setzt. Naturmaterialien aus Edelstahl, Holz, Keramik oder Glas sehen nicht nur besser aus, sondern halten auch länger. Wie wäre es mit einer Lunchbox aus Edelstahl von pandoo, tollen Bambus-Schüsseln von Balu Bowl, Strohhalmen aus Glas von soulbottles oder praktischen Vorratsdosen aus Weizenstroh von AVOIDWASTE?

Tipp 3: Verwende Lebensmittelreste weiter

Auf dem Foto ist zu sehen wie ein Apfel geschält wird. Die Schalen weiterzuverwenden gehört zu dem Konzept der Zero Waste Küche

Ob Kartoffel- oder Apfelschalen, Kaffeesatz oder Überreste von Frühlingszwiebeln – vermeintliche Küchenabfälle können vielseitig weiter verwertet werden. Was Du aus Deinen übrig gebliebenen Resten machen kannst, anstatt sie in den Müll zu werfen? Sieh selbst:

Du hast einen leckeren Apfelkuchen gebacken, weißt aber nicht, was Du mit der Schale machen sollst?
Apfelschalentee schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch super einfach vorbereitet. Du brauchst dafür nichts weiter als Deine Apfelschalen, eine Prise Zimt und heißes Wasser. Am praktischsten ist es, wenn Du Deinen Tee in einem Tea-Maker mit integriertem Sieb oder mithilfe einer French Press zubereitest. Gib einfach die Apfelschalen und den Zimt hinein, übergieße alles mit heißem Wasser und lass es etwa 5 Minuten lang ziehen. Fertig!

Ob Kartoffelgratin, Kartoffelpuffer oder selbstgemachte Pommes – Kartoffeln kannst Du unglaublich vielfältig verarbeiten. Das Beste: Mit ihrer Schale sieht es ähnlich aus! Wie wäre es mit knusprigen Kartoffelchips?
Beträufle dafür die gesäuberte Schale von Bio-Kartoffeln mit etwas Pflanzenöl, gib Deine liebsten Gewürze (z. B. Salz, Pfeffer, Paprika oder Chili) hinzu und röste das Ganze für ungefähr 10 Minuten bei 200°C im Backofen. So hast Du nicht nur etwas gegen Food Waste unternommen, sondern auch noch den perfekten Snack für den nächsten Filmabend!

Achtung! Um das gefährliche Solanin zu vermeiden, solltest Du zur Herstellung von Kartoffelchips nur frische Kartoffeln verwenden. Achte außerdem darauf, dass an der Schale weder Keime noch grüne Stellen zu sehen sind!

Tipp: Aus den Schalen von Süßkartoffeln, Roter Beete, Pastinake und Rettich sowie aus Blättern von Wirsing und Grünkohl lassen sich mindestens genauso leckere Gemüsechips zaubern. Damit die Schale jeweils frei von Pestiziden ist, solltest Du stets zu Bio-Gemüse greifen.

Erst Kaffee, dann Wellness! Peeling aus Kaffeesatz entfernt alte Hautschüppchen, regt Deine Durchblutung an und ist im Handumdrehen vorbereitet. Vermische einfach 3 Esslöffel genutzten Kaffeesatz mit etwa 1-2 Esslöffeln Olivenöl und trage die Mischung auf Dein angefeuchtetes Gesicht (oder den Körper) auf. Anschließend wäschst Du alles sorgfältig wieder ab. Deine Haut wird sich herrlich geschmeidig anfühlen.

Porree, Knoblauch oder Frühlingszwiebeln sind ideal für Regrowing. Das Vorgehen ist dabei bei jeder Gemüsesorte gleich. Schneide zunächst den Wurzelansatz großzügig ab und stelle ihn ins Wasser. Nach wenigen Tagen wirst Du feststellen, dass die Pflanze anfängt von innen nachzuwachsen. Bei Zwiebeln oder Knoblauch wählst Du am besten bereits ausgetriebene Exemplare, die Du direkt in die Erde setzen kannst. Wenn Du sie regelmäßig gießt, solltest Du schon bald frisches Gemüse ernten können!

Tipp 4: Setze auf nachhaltige Putzmittel

Zwei braune Glasflaschen stehen neben einer Spülbürste aus Holz. Sie sind mit Etiketten beschriftet auf denen "Bathroom Cleaner" und "Kitchen Cleaner" steht. Nachhaltige Putzmittel dürfen in Deiner Zero Waste Küche nicht fehlen

Herkömmliche Küchenreiniger sind nicht nur häufig in Plastik verpackt, sondern enthalten obendrein noch vielerlei fragwürdige Inhaltsstoffe. Besser für Deine Zero Waste Küche: Ein selbstgemachter Allzweckreiniger ohne Chemie. Haushaltsessig und die Schalen von Zitrusfrüchten ergeben einen wunderbar nachhaltigen, effektiven Haushaltsreiniger.

  1. Nimm ein großes Einmachglas (verzichte auf Plastikbehältnisse, da Säure die schädlichen Bestandteile von Kunststoff ablösen kann). Befülle es dicht mit den Schalen von Zitrusfrüchten Deiner Wahl – Mandarinen, Zitronen und Orangen funktionieren dabei gleichwertig.
  2. Fülle das Glas mit weißem Haushaltsessig (keine Essig-Essenz) auf. Achte darauf, dass die Schalen vollständig bedeckt sind und lass die Mischung 2-3 Wochen stehen. Um Schimmel zu vermeiden, solltest Du bei Bedarf Essig nachgießen, wenn die Schalen nicht mehr vollständig bedeckt sind.
  3. Sobald sich der Essig dunkel verfärbt hat und angenehm nach Zitrusfrüchten duftet, kann Dein neuer Reiniger unverdünnt zum Einsatz kommen. Gieße die Flüssigkeit durch ein feines Sieb und fülle sie zum Beispiel in eine leere Sprühflasche. Fertig!

Vorsicht! Da der Reiniger Kalk lösen und auswaschen könnte, eignet er sich leider nicht für Natursteinböden. Auch bei Silikonfugen und Gummidichtungen sowie Linoleumböden solltest Du besser Zitronensäure oder Natron verwenden, da die Fugen durch den Essig porös werden könnten.

Tipp 5: Trenne Deinen Müll (richtig)

Auf dem Foto sind vier Mülltonnen zu sehen, die ordentlich nebeneinander vor einer Wand stehen. Sie sind gelb, blau, rot und grün. Sie Symbolisieren Mülltrennung, die zu jeder Zero Waste Küche dazu gehört

Auch, wenn sich Müll meist nicht vollständig vermeiden lässt, kann ordnungsgemäße Mülltrennung effizientes Recycling fördern. So entsteht ein Kreislauf, der die Umwelt schont. Essensreste kannst Du zum Beispiel in Papierbeuteln oder Zeitungspapier entsorgen. Anderweitige Haushaltsabfälle gehören in den Restmüll, Papier fühlt sich in der Papiertonne wohl und Plastik gehört in den gelben Sack. Ein tolles Erklärvideo über Mülltrennung findest Du hier >.

Auf dem Foto ist Plastikmüll an einem Strand zu sehen. Er liegt in einem blauen Netz.

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